Frauen in die Kommunalpolitik, ein Aufruf des Frauenrats Heilbronn

Dass es viel zu wenige Frauen sind, welche die Interessen der Geschlechtsgenossinen und deren zuweilen etwas anderen Blick auf das Kommunalgeschehen in die Gremien einbringen, ist kein Geheimnis. Doch Frauen, die auf keiner Liste stehen, können auch nicht gewählt werden! Deshalb hat der Frauenrat Heilbronn Ende Mai die Fraktionen des Heilbronner Gemeinderates angeschrieben und aufgefordert, Frauen gleiche Chancen wie ihren männlichen Mitkandidaten auf den Wahllisten und bei der Wahlwerbung einzuräumen. Seit der Reform des Kommunalwahlrechts sollte dies eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Interessanterweise haben mit der SPD, den GRÜNEN und der BUNTEN LISTE nur die Heilbronner Gemeinderatsfraktionen geantwortet, die bereits ihre Wahllisten in der Vergangenheit im Reißverschlussverfahren zusammengestellt haben, so wie in der Reform gefordert. Dabei, so formulierten es Rosel Götz-Hermann und Hannelore Jessen (beide Frauenrat Heilbronn) "braucht die Politik doch Frauen und Männer". Dem Heilbronner Frauenrat gehören Vertreterinnen aus über 20 Gruppen und Organisationen an, er besteht seit 1991.
Die Erkenntnis, dass gemischte Gremien auch eine größere Vielfalt an Erfahrungen, Ideen und Sichtweisen berücksichtigen ist nicht neu. Doch die Erfahrung lehrt: Es ist gar nicht so einfach, Frauen zu einer Kandidatur zu ermutigen. Dehalb boten die Katholische Erwachsenenbildung, die Frauenbeauftragte der Stadt Heilbronn, die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Heilbronn, die vhs Heilbronn, die Landeszentrale für politische Bildung und nicht zuletzt der Frauenrat Heilbronn einen "Handwerkskoffer" an, der Frauen unterstützt, die kandidieren wollen.
Gepackt wurde dieser Koffer in zwei Seminarblöcken Ende September und Mitte Oktober 2018.
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