Friedensrat für Waffenstillstand

In nachdenklicher und bedrückter Stimmung traf sich der Heilbronner Friedensrat angesichts des vom russischen Präsidenten ausgelösten, schrecklichen und verwerflichen Kriegs. Alfred Huber betonte, ein Waffenstillstand müsse rasch her und Berta von Suttners „Die Waffen nieder“ wahr werden. Die Diskussion ergab, dafür müsse UNO, EU und Deutschland mit allen Mitteln der Diplomatie und Krisenbewältigung eintreten. Der Ruf ukrainischer Politiker nach Waffen, Waffen, Waffen bedeute mehr Zerstörungen, Leid und Tod. Die NATO erwarte einen längeren Krieg. Irene Winter-Provenzano, die sich aus Sorge um ausufernde Kriegsgefahr neu beim Friedensrat engagiert, forderte: Kein Eingriff der NATO in der Ukraine.

Den Sonderetat von 100 Mrd. € für noch gefährlichere Waffensysteme, dazu noch durch Änderung unseres Grundgesetzes, lehnt der Friedensrat ab. Die Rüstungsausgaben seien in den letzten Jahren ohnehin gewaltig angestiegen. Was wären die Folgen einer Rüstungsspirale ohne Ende, war die bange Frage. Die Militarisierung würde weltweit zunehmen, Gegnerschaft und Hass zwischen den Völkern endlos ansteigen. Die Rüstungsindustrie dagegen erwarte goldene Zeiten. Resümee: Nicht ständig fragen, wie man Krieg führt, sondern wie man Frieden schafft.
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