Gedenktage sind wichtig

In der Kilianskirche besuchte der SPD-Ortsverein Heilbronn die Ausstellung „80 Jahre Novemberpogrom“.
Heilbronn: Evangelische Kilianskirche | An das Menschen verachtende Treiben der Nationalsozialisten am 9. November 1938 erinnerte der SPD Ortsverein Heilbronn mit dem Besuch der Ausstellung „80 Jahre Novemberpogrom“ in der Kilianskirche. Auch in Heilbronn brannte die Synagoge. Citypfarrerin Alexandra Winter führte die Gruppe mit großem Fachwissen und Engagement. Betroffen machte, dass sie einen Schmähbrief wegen der Ausstellung erhalten hat. „Dies machte deutlich, dass gerade in Zeiten, in denen ein zunehmender Antisemitismus festzustellen ist, Gedenktage wichtig sind“, betonte die Ortvereins-Vorsitzende Heidrun Landwehr. Aber es dürfe nicht beim Erinnern bleiben. „Wenn nicht Sie dagegenhalten, wer dann?“, forderte Alexandra Winter mit Nachdruck. „Alles was Sie zu guten Demokraten macht, müssen Sie weitergeben.“ Die Frage, warum heute wieder Antisemitismus entsteht, obwohl in Heilbronn nur ca. 150 Juden leben, beantwortete Winter nachdenklich: „Weil`s funktioniert.“ Anschließend ging die Gruppe zum Synagogengedenkstein an die Allee, wo mit einer Schweigeminute und dem jüdischen Gebet „El male rachamim“ der Opfer gedacht wurde. Zum Zeichen, dass die Opfer nicht vergessen sind, wurde nach jüdischem Brauch ein kleiner Stein abgelegt.
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