Kein NATO-Manöver an der Grenze zu Russland

Wann? 20.02.2020 19:30 Uhr

Wo? DJH Jugendherberge, Paula-Fuchs-Allee 3, 74076 Heilbronn DEAuf Google Maps anzeigen
Die Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Bundestag.
Heilbronn: DJH Jugendherberge | Die Bundestagsabgeordnete und Friedensaktivistin Heike Hänsel berichtet über das NATO-Manöver Defender und die Aufrüstung gegen Russland.

Am Donnerstag, 20.2.2020, um 19:30 Uhr in der Jugendherberge Heilbronn, Paula-Fuchs-Allee 3, 74076 Heilbronn

Mehr zu Heike Hänsel: www.heike-haensel.de

Im April und Mai 2020 plant die NATO mit DEFENDER 2020 eines der größten Manöver in Europa seit Ende des Kalten Krieges. Unter dem beschönigenden Namen „Verteidiger 2020“ üben 37 000 NATO-SoldatInnen aus 16 NATO-Staaten entlang der russischen Grenze.

Damit wird eine neue Dimension militärischer Aktivitäten erreicht! Bis zu 20 000 US- SoldatInnen mit entsprechendem schweren Gerät werden über den Atlantik und anschließend quer durch Europa an die russische Grenze transportiert. Ziel des Manövers ist u.a. die Demonstration einer schnellen Verlegung kampfstarker Großverbände aus den USA an die NATO-Ostflanke.

Es zeugt von völliger Geschichtsvergessenheit und ungeheurer Provokation, solch ein Manöver über den 8. Mai (75. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus) an den Grenzen Russlands durchführen und unterstützen zu wollen, haben doch die ehemaligen Völker der Sowjetunion den größten Blutzoll für diese Befreiung gezahlt.

Das Manöver ist eine erneute Zuspitzung der Konfrontationspolitik von NATO und EU gegenüber Russland, die mit der Osterweiterung der NATO 1990 begonnen wurde und zur Einkreisung Russlands führte.

Die geplanten Manöver sind das Gegenteil von Friedenspolitik. Sie stellen eine gefährliche Drohgebärde der NATO dar, das Hunderte Millionen Euro kostet, die Sicherheit in Europa gefährdet und erhebliche Störungen im Bahnverkehr verursacht - sowie große Klima- und Umweltschäden hinterlassen wird.

Die Bundesregierung unterstützt diese Politik, anstatt sich für zivile Konfliktlösungen einzusetzen und steigert immer weiter die Militärausgaben und die Rüstungsexporte. Damit ist sie mitverantwortlich für Flucht und Vertreibung. Unsagbares Elend wird auch durch deutsche Waffen in die Welt gebracht, die jetzt im Rahmen des NATO-Manövers Defender weiter auf ihre Kriegstauglichkeit getestet werden sollen.

DIE LINKE lehnt diese Kriegslüsternheit der NATO gegen Russland ab und fordert einen Stopp dieses Manövers. Die NATO-Politik ist eine Gefahr für den Frieden in Europa. Statt Kriegsspiele vor unserer Haustüre, fordern wir eine Politik der Entspannung und Abrüstungsinitiativen und freundschaftliche, kooperative Beziehungen mit Russland
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