Kinderarmut in Heilbronn

Melanie Rüth informierte beim SPD-Ortsverein Heilbronn über Kinderarmut in der Stadt.
Eine große Teilnehmerzahl, darunter Jugendgemeinderäte, kam zur Veranstaltung des SPD-Ortsvereins Heilbronn zum Thema Kinderarmut. Melanie Rüth hatte Erkenntnisse unter anderem der Bertelsmann-Stiftung ausgewertet. Demnach leben 21,1 Prozent aller Kinder in Deutschland dauerhaft oder wiederkehrend in Armut. Nach Mannheim (22 %), Pforzheim (21,1 %) und Freiburg (15,6 %) steht die Stadt Heilbronn mit 14,1 % in Baden-Württemberg auf Platz 4 der Armutstabelle. Rüth: „Die Situation hat sich hier in den letzten Jahren verschlechtert.“ Betroffen sind besonders Kinder von Alleinerziehenden und geringer qualifizierten Eltern, aus Groß- und Migrationsfamilien. Rüth: „Kinderarmut resultiert aus Elternarmut.“ Kostenlose Bildung, höhere Hartz IV-Sätze für Kinder und Jugendliche und eine neue Berechnung des Existenzminimums sieht sie als Lösungsansätze. Martina Grön vom Kinderschutzbund Heilbronn betonte: „Armut schließt aus.“ Dabei hätten oft „kleine Dinge“ positive Wirkung: „Soziale Kontakte sind für arme Familien wichtig.“ Das gemeinsame Schulessen beispielsweise müsse zur Vermeidung von Ausgrenzung auch Armutskindern möglich gemacht werden. Der SPD-Ortsverein will solche Themen verstärkt aufgreifen und „vor Ort die Stimme der Benachteiligten sein“, betonte Vorsitzende Heidrun Landwehr. spd
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