Pershing-Raketenunfall auf der Waldheide mahnt: Alle ABC-Waffen weltweit verbieten und vernichten!

Heilbronn-Waldheide: Mahnmal für die Opfer des Pershing-Unglücks. Auch wenn am 11.1.2021 keine Gedenkstunde stattfinden kann, mahnt der Jahrestag zur Wachsamkeit und Solidarität mit den Opfern imperialistischer Kriege

Vor genau 36 Jahren, am 11.1.1985, entging die Region Heilbronn nur knapp einer atomaren Katastrophe. Gegen 13:57 Uhr kam es auf der Waldheide bei Montagearbeiten an der ersten Treibstufe einer Pershing-II-Rakete zu einer Explosion.

Der erste Stufenmotor der atomaren Mittelstreckenrakete entzündete sich und brannte aus. Durch die Wärmestrahlung des rund 3.000 Grad Celsius heißen Brandherdes starben zwei US-Soldaten sofort, einer erlag seinen Verletzungen auf dem Weg ins Krankenhaus. Neun weitere Soldaten wurden mit schweren, sieben mit leichten Verletzungen in umliegende Krankenhäuser eingeliefert.
Der Heilbronner Raketenunfall wirkte als Alarmsignal. 3 Wochen nach dem Unglück kam es zu einer Demonstration mit 10.000 Teilnehmern. Der landesweite Ostermarsch gegen die imperialistische Atompolitik führte Anfang April 1985 rund 30.000 Demonstranten zur Waldheide. Die MLPD und ihr Jugendverband REBELL waren von Anfang an in dieser Bewegung aktiv und setzen sich konsequent für das Verbot und die Vernichtung atomarer, biologischer und chemischer Massenvernichtungswaffen (so genannter ABC-Waffen) ein. Aktuelle Schwerpunkte der Friedenspolitik: Alle Imperialisten – raus aus Syrien! Schluss mit deutschen Rüstungs-Exporten an das Erdogan-Regime! Freiheit für Kurdistan und Palästina!
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