Professor Hennersdorf bei der Senioren Union

Prof. Hennersdorf und Dr. Günter Zecher
Die Senioren Union Kreisverbandes Heilbronn durfte Herrn Professor Dr. Hennersdorf, Klinikdirektor des SLK-Klinikums am Gesundbrunnen zum Thema „Herzinfarkt“ im Ratskeller willkommen heißen. Herr Prof. Hennersdorf berichtete, dass über 300 000 Menschen jedes Jahr einen Herzinfarkt erleiden und er zu den häufigsten Todesursachen zähle. Noch 1981 wären die Überlebenschancen sehr schlecht gewesen, hätten sich jedoch bis heute kontinuierlich verbessert. Standard sei, dass die Herzinfarktpatienten bereits nach wenigen Tagen nach einem Herzinfarkt das Krankenhaus wieder verlassen und ihrer bisherigen Berufsausübung nachgehen könnten.
Wie macht sich ein Herzinfarkt bemerkbar? Hier gibt es Unterschiede zwischen Mann und Frau. Typische Ursachen bei den Männern ist, dass sie eine Brustenge verspüren, Kurzatmigkeit tritt auf und/oder Rhythmusstörungen. Bei Frauen ist es häufig Atemnot oder Übelkeit/ Erbrechen. Ein Diabetiker merkt häufig einen Herzinfarkt nicht. Was steckt nun hinter einem Herzinfarkt. Hier ist das Stichwort Arteriosklerose, die letztendlich viele Ursachen haben kann. Häufig ist ein hoher Blutdruck ( < 140 mmHG systolisch oder < 90 mmHG diastolisch ) beteiligt oder die Cholestrinwerte deren LDL-Wert nicht über 70 mg/dl liegen sollte. Ansonsten sind Statine angesagt.
Herr Prof. Hennersdorf zeigte auch die medizinische Entwicklung auf, beginnend 1977 mit einer Ballon-Dilatation und dem 1. Stent im Jahre 1986 und die darauffolgenden unterschiedlichen Stents bis zu den heute auch verwendeten Biroresorbierbaren Stents, die sich letztendlich selbst auflösen.
Bei der Frage der Prävention wies Hr. Prof. Hennersdorf auf die alt-bekannten Verhaltensregeln (Lifestyle) wie Ernährung, Bewegung, Nikotinverzicht, geringer Alkoholkonsum – Ausnahme ist das ¼ Wein, das wiederum die Onkologen nicht so gerne sehen. Weitere Themen waren auch die operativen Eingriffe bis letztendlich einer Herzverpflanzung, die heutzutage Standard sei. Bevor es jedoch hierzu komme würden Medikamente eingesetzt bis zur Implantation eines Defibrillators.
Im Anschluss daran käme gerade für Herzinfarktpatienten ein Reha-Aufenthalt in Frage, der in der hiesigen Region möglich sei.
Ein kurzweiliger, spannender Vortrag hat alle Zuhörer der SeniorenU aufgeweckt und der eine oder andere hat sich oder wird sich die erteilten Tipps „zu Herzen“ nehmen. GZ
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