Heimatreporter-Foto in den Weinnotizen

Die Stimme-Redaktion hat dieses Foto des Obst- und Gartenbauvereins Güglingen interessiert. Die Recherche ergab: Hier handelt es sich um sogenannte Chimärenbildung. Foto: Obst- und Gartenbauverein Güglingen

Und wieder hat ein Foto eines Heimatreporters die Redaktion zur Recherche animiert:  Am 4. Oktober schrieb Redakteur Kilian Krauth in seinen Weinnotizen über das Phänomen, dass rote und weiße Beeren an einer Traube hängen. Das Foto hatte der Obst- und Gartenbauverein Güglingen eingestellt.


Hier der Text aus der Heilbronner Stimme:

 Von einem "Wunder der Natur" berichtet der Obst- und Gartenbauverein Güglingen auf unserem Bürgerportal meine.stimme: Am 20. April waren alle Traubenknospen im Güglinger Gewann Reut erfroren, irgendwann öffneten sich an einem 40 Jahre alten Rebstock der Sorte Gutedel doch noch einige Augen. Und siehe da: An einer Traube entwickelten sich verschiedenfarbige Beeren, alle anderen Trauben am Stock waren rot. Nun stehen die Hobbygärtner vor einem Rätsel.
Rote und weiße Beeren an einer Traube? Solche Phänomene kennen Experten vor allem bei der Sorte Grauburgunder, weiß Hanns-Christoph Schiefer von der Weinbauschule Weinsberg. Dahinter stecke eine Mutation in der Knospe, die zur sogenannten Chimärenbildung führe. So könnten anstatt grauer oder blauer Beeren auch weiße entstehen, in Einzelfällen gebe es sogar zweifarbige Beeren. Gewiss habe der Frost die Güglinger Knospenmutation initiiert. Selbst für die Weinsberger Experten neu ist allerdings, dass auch der Gutedel solche Mutationen zeigt.
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