Kleine Leuchtmittelkunde

Durch die Ökodesign-Vorgaben für die umwelt­ge­rechte Gestaltung von Haushaltsleuchtmitteln und das Energielabel vermied die EU bis 2020 die Stromproduktion von zehn Kraftwerken pro Jahr! (Foto: pixabay.com)

Jetzt beginnt die dunkle Jahreszeit – ein guter Zeitpunkt, um sich über die Beleuchtung in den eigenen vier Wänden Gedanken zu machen. Der Abschied von der Glühbirne erfolgte 2009, der von den meisten Halogenleuchtmitteln zum 1. September 2018. Welche Leuchten gibt es noch im Regal – und was empfiehlt der BUND?

Halogenleuchten: Schluss für Stromfresser

Die Halogenleuchte ist ein Energiefresser: Mehr als 90 Prozent der Energie wandelt sie in Wärme statt in Licht um. Deshalb darf der Handel seit September 2018 nur noch seine Bestände abverkaufen. Die „Energiesparlampe" dagegen verbraucht bis zu 80 Prozent weniger Strom als die Glühbirne – und trägt ihren Beinamen daher zu Recht. Anfänglichen Schwierigkeiten, wie verzögerte Helligkeit, bläulich wirkendes Licht oder Gefahren durch austretendes Quecksilber, konnten diese Kompaktleuchtstofflampen durch eine verbesserte Technik und eine höhere Bruchsicherheit begegnen.

LED: der Energiesparmeister

LEDs sind die Energiesparmeister unter den Leuchtmitteln. Sie kommen auf 90 Lumen Lichtausbeute pro Watt Energie, eine Halogenleuchte schafft gerade einmal 15 Lumen. In den letzten fünf Jahren sank der LED-Preis um 80 Prozent. Mittlerweile gibt es sie in allen erdenklichen Formen und auch dimmbar. Sie enthalten kein Quecksilber und halten bis zu zehn Mal so lange wie Halogenleuchtmittel und doppelt so lange wie Energiesparlampen. Rechnet man Anschaffungs- und Stromkosten zusammen, bezahlen wir innerhalb von zehn Jahren über 100 Euro weniger, wenn wir zu LEDs statt zu Halogenlampen greifen – pro Lampe.

Tipps zum Leuchtmittelkauf

  • Die Lichtstärke wird in der Einheit Lumen (lm) angegeben. Die Lichtstärke einer 60-Watt-Glühbirne entspricht bei LEDs ca. 800 Lumen.
  • Die Lichtfarbe wird gemessen in Kelvin (K): Warmes Licht liegt z. B. bei 2.000 - 4.000 Kelvin. Das gewohnte „Glühbirnen-Licht“ liegt bei 2.700 Kelvin. Neutrales Licht wie in Büros liegt zwischen 4.000 und 6.500 Kelvin. Über 6.500 Kelvin leuchtet die Lampe kaltweiß.
  • Lassen Sie sich bei Halogenleuchten nicht von diversen "eco"-Bezeichnungen, grünen Verpackungen oder Ausverkaufs-Schnäppchen täuschen. Halogenlampen sind Energiefresser!
  • Mit LEDs entlasten Sie Geldbeutel und Klima am besten, wenn Sie auf Qualitätsprodukte setzen. Billigprodukte leuchten oft nicht so hell oder verlieren früher an Lichtkraft. Nützliche Hinweise finden Sie z. B. unter www.ecotopten.de.
  • Bewahren Sie den Kassenbon auf: Auf Qualitätsprodukte gibt es bis zu zwei Jahre Garantie.
  • LEDs und Energiesparleuchten dürfen nicht in den Hausmüll. Entsorgen können Sie sie in Wertstoffhöfen, Elektro- oder Lebensmittelmärkten.
  • Achtung beim Lampenkauf: Oftmals sind LEDs fest verbaut, d. h. die Leuchtmittel können nicht ausgetauscht werden. Schade ums Geld und schade für die Umwelt!
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