Madame Hospiz geht

Ingrid Reischle hat dem Ambulanten Hospizidienst Heilbronn über zehn Jahre aufgebaut.
Heilbronn: Gaffenberg | Zehn Jahre gibt es den Ambulanten Hospizdienst Heilbronn, zehn Jahre lang hat ihn Ingrid Reischle geleitet. Im April übergab sie den Stab an Petra Lutz, wird aber weiter das Trauercafé leiten. "Achtzig Mitarbeiter sind durch meine Hände gelaufen, 150 Personen habe ich ausgebildet", erinnert sie sich bei der Verabschiedung im Rahmen der Mitgliederversammlung auf dem Gaffenberg. Die SAPV funktioniert damals nicht so recht, deswesen wird sie gefragt, ob sie einen Hospizdienst aufbauen möchte. Sie zögert nicht lang und fängt gemeinsam mit Dorothee Stöppler, die den Vorgänger Hospiz AG leitete, an. "Ohne sie hätte ich das nie geschafft, sie hat mir die Praxis beigebracht." Im ersten Jahr waren es sieben Begleitungen - 2020 schon 126, Tendenz steigend. Mit den Vorsitzenden sei es nicht immer ganz einfach gewesen, doch mit Dr. Anna Christ-Friedrich, die einen regelmäßigen Jour fixe für Austausch und Absprachen einführte, laufe es sehr gut und sie sei dem Vorstand sehr dankbar. "Es war nicht immer einfach, allein, aber ich hatte immer das Gottvertrauen, dass es klappt." Stehende Ovationen gab es zum Abschied und ein paar herzige und zugleich lustige Worte von Peter Singer, einem der Hospizbegleiter. "Du bist Madame Hospiz in Heilbronn, mal ehrlich, Ingrid, du bist eine Institution."
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