Ökotipp: Multitalent Kaffeesatz für Haushalt, Bad und Garten nutzen

Kaffeesatz ist Geruchskiller, Peeling, Dünger und vieles mehr (Foto: pixabay.com)
 
Kaffeesatz ist ölig, koffeinhaltig und abrasiv - und deshalb auch in der Kosmetik gerne gesehen. So gibt es auch Kaffee-Seife (Foto: pixabay.com)


Kaffeesatz kann mehr als die Mülltonne füllen: Er ist ein cleveres, äußerst günstiges und natürliches Hausmittelchen. Hier sind Tipps zur Resteverwertung in Sachen Kaffee.

Geruchskiller

Eine Tasse Kaffee oder trockener Kaffeesatz im Kühlschrank wirkt gegen „Kühlschrank-Muffel“. Gleiches gilt für müffelnde Schuhe: Eine kleine Menge trockenen Kaffeesatz auf einem Eßlöffel in den Schuh einführen und 24 Stunden einwirken lassen. Und wer Kaffeesatz zwischen den Händen verreibt, der vertreibt Gerüche von Zwiebel, Fisch oder Knoblauch von der Haut.

Töpfe oder Grillrost schrubben

Kaffeesatz ist auch ein guter Scheuermilch-Ersatz. Einfach auf den Spülschwamm geben.

Möbelpolitur

Für dunkle Möbel kann kalter, konzentrierter Kaffee wie eine Möbelpolitur eingesetzt werden. So erhalten antike Möbel neuen Glanz und riechen nicht mehr. Der Kaffeerest hilft auch gegen Kratzer auf dunklem Holz: mit frischem Kaffeesatz betupfen und über Nacht einziehen lassen. Der Extrakt setzt sich in den Ritzen fest und tönt das Holz wie eine Beize nach.

Ablagerungen in Vasen lösen

Ein oder zwei Löffel Kaffeesatz mit heißen Wasser in einer Flasche oder Vase lösen über eine mehrstündige Einwirkzeit Ablagerungen in Blumenvasen und Flaschen. Schütteln nicht vergessen.

Peeling

Die abrasive Wirkung des körnigen Kaffeesatzes kann auch kosmetisch genutzt werden. Mit Kokosöl, Mandel- oder Olivenöl vermischt, entsteht so ein Körperpeeling. Dank des durchblutungsfördernden Koffeins wirkt Kaffeesatz auch gut gegen Cellulite: Warmen Kaffeesatz auftragen, eine Viertelsstunde einwirken lassen, abspülen.

Haarkur

Kaffeesatz wirkt auch als Haarkur: Die Antioxidantien und das Koffein aus dem Kaffeesatz regen das Haarwachstum an und wirken stärkend. In Haar und auf die Kopfhaut einmassieren, einige Minuten einwirken lassen und danach gründlich ausspülen.

Gartenhelfer

Kaffeeduft ist zwar bei uns Menschen beliebt, aber Blattläuse, Ameisen und Schnecken mögen ihn nicht. So hilft er in Beeten unliebsame Gäste fernzuhalten. Einfach den Kaffeesatz um die Pflanzen herum verteilen.

Wespen und Mücken

Wer sommers ungestört im Freien sein möchte, der kann lästige Plagegeister mit dem Rauch und Duft von Kaffeesatz auf Abstand halten: Dafür ein Schälchen trockenen Kaffeesatz entzünden.

Dünger

Wegen hoher Anteile an Stickstoff, Phosphor, Mineralstoffen und Kalium ist Kaffeesatz auch ein guter Dünger - besonders für Pflanzen, die ein saures Milieu brauchen, also Hortensien, Rhododendren, Farne, Pfingstrosen und Heidelbeeren. Beim Umtopfen zwei Esslöffel unter die Blumenerde mischen. Bei kalkhaltigem Trinkwasser wie in Schmidhausen können ein, zwei Löffel Kaffeesatz im Gießwasser auch bei Zimmerpflanzen Wunder wirken. Sie neutralisieren den pH-Wert und düngen gleichzeitig die Blumenerde. Aber Achtung: Verwenden Sie keinen schimmeligen Kaffeesatz.

Kompostierhilfe

Die Nährstoffe im Kaffeesatz beschleunigen den Kompostier- und Versaurungsprozess beim Kompostieren. Und er lockt die wichtigsten Helfer des Gärtners an: Regenwürmer! Sie lockern den Kompost zusätzlich auf und beschleunigen den Prozess noch mehr.

Und nun lassen Sie sich Ihreh Kaffee schmecken - der hoffentlich das FairTrade-Zeichen trägt!
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