Schwarzmundgrundel als Gefahr?

Schwarzmundgrundeln haben sich im Neckar stark ausgebreitet. Die Fische werden bis zu 25 Zentimeter lang und können gegessen werden. Foto: dpa

Seit 2012 haben sich die Schwarzmundgrundeln explosionsartig im Neckar vermehrt. Darüber berichtet die Heilbronner Stimme heute  https://www.stimme.de/heilbronn/nachrichten/region/Ungebetene-Gaeste-breiten-sich-im-Neckar-aus;art140897,4083811. Der Kreisvorsitzende des Landesfischereiverbands, Hans Frank, erklärt darin das Problem: Der schuppige Einwanderer aus dem Schwarzen Meer verdrängt die heimischen Fischarten.

Das Umweltministerium sieht in den Schwarzmundgrundeln ein vergleichsweise hohes Gefährdungspotenzial für den Neckar. Diese machten in vielen Bereichen einen hohen Anteil des Fischbestandes aus und übten einen hohen Konkurrenzdruck auf die heimischen Arten aus. Hans Frank meint: Die Grundeln fressen die Brut anderer Fische. Studien, die das in Zweifel ziehen, sieht Frank skeptisch. Die Zuwanderer sind im Neckar, aber nicht nur dort anzutreffen. In der Jagst, meint Frank, haben sie schon zwei Wehre überwunden. "Sie stehen schon kurz vor dem Biotop in Herbolzheim." Er geht davon aus, dass sich diese Fischart weiter flussaufwärts ausbreiten wird.

Hintergrund

Der Schiffsverkehr hat die Schwarzmundgrundel von Osteuropa nach Baden-Württemberg gebracht. Sie saugt sich am Rumpf fest oder gelangt in die Ballastwassertanks.


Gefahr oder natürliche Entwicklung? Wie stehen Sie zu den tierischen Einwanderern in unsere Lebensräume? 

Sagen Sie Ihre Meinung, indem Sie unter diesen Beitrag Ihren Kommentar verfassen. 
1
Einem Autor gefällt das:
1 Kommentar
470
Eva-Maria Heidenwag aus Neuenstadt | 14.09.2018 | 18:38  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.