Verschiedene Diabetestypen

Ein vielschichtiges Thema stellte Dr. Tobias Armbruster bei der Diabetiker-Vereinigung vor. Typ-1-Diabetes (5 %) ist eine Autoimmunerkrankung. Hervorgerufen durch Umwelteinflüsse oder Virusinfektionen werden die ß-Zellen der Bauchspeicheldrüse entzündet/zerstört, therapiert durch ständige Insulinzufuhr von außen. Bei Typ-2-Diabetes (90 %) liegt häufig eine familiäre Häufung vor. Faktoren wie Übergewicht und mangelnde Bewegung, dadurch reduzierte Insulinwirkung und relativer Insulinmangel bzw. Insulinresistenz spielen eine große Rolle. Therapie durch angepasste Bewegung und Ernährung, aber auch durch abgestimmte Medikamente/Insulin. Die restlichen 5 % verteilen sich auf Diabetes Typ 3a bis 3h, Typ 4 und LADA. Am häufigsten sind Typ 3a Mody, ausgelöst durch einen Gendefekt (Altersdiabetes bei jungen, unter 25jährigen, schlanken Menschen, mit deutlich reduzierter Insulinproduktion, meist ohne Autoantikörper) und Typ 3c pankreopriver Diabetes, ausgelöst durch Erkrankungen oder Verletzungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), die unter anderem die Insulinausschüttung beeinträchtigen. Außerdem gibt es noch den Typ-4-Diabetes, den Gestationsdiabetes, der während einer Schwangerschaft auftreten kann, sowie den LADA Diabetes, den verzögert einsetzenden, autoimmun-bedingten Diabetes bei Erwachsenen, der sich zwischen Typ 1 und Typ 2 ansiedelt. ES
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