Trotz Sonnenbrand gute Ernteaussichten bei Äpfeln und Birnen

Kirchheim: Obsthalle | KIRCHHEIM – Eine durchschnittliche Ernte erwarten die Mitglieder des Obstbauvereins. „Wir haben Beeinträchtigungen durch Sonnenbrand, das ist aber sorten- und lagenmäßig ganz unterschiedlich“, sagte Vorstand Frank Braun bei der Generalversammlung. Derzeit läuft die Elstar-Ernte. Nach den aktuellen Reifemessungen rechnet Braun damit, dass die Conference-Birnen noch diese Woche geerntet werden können. Nächste Woche folgen dann die Gala- und Rubinette-Äpfel. „Es gibt also schon eine große Auswahl an Äpfeln und Birnen der diesjährigen Ernte“, fasste Braun zusammen. Von der letztjährigen Ernte hat der Obstbauverein noch rund 20 Großkisten im Kühllager. „Das brauchen wir auch um die Wünsche unserer Kunden zu erfüllen“, erläuterte Vorstand Michael Nollenberger. Bei seinem Rückblick auf 2018 stellte er fest, dass der Umsatz gegenüber dem Vorjahr durch höhere Verkäufe an den Großhandel gehalten werden konnte. Im Direktverkauf in der Obsthalle musste jedoch ein Umsatzminus hingenommen werden. Das lag an der kleinen Apfelernte in 2017 und der übermäßigen Ernte in 2018. „Da waren zunächst zu wenig und dann zu viele Äpfel auf dem Markt“, so Nollenberger. Die Folge war ein erheblicher Preisdruck, der nur durch Verkäufe an Großhändler einigermaßen ausgeglichen werden konnte. „Im Moment läuft der Laden wieder gut, die Umsätze sind wieder gestiegen“, stellte er fest. Das freute auch Annette Mönch, die im Vorstand über die Finanzen wacht. Sie konnte einen Überschuss von gut 24 000 Euro in 2018 verbuchen, der nach dem Beschluss der Versammlung in die Rücklagen gelegt wird. Denn der Obstbauverein möchte seine Obsthalle sanieren und erweitern. Doch bislang gibt es dafür noch kein „grünes Licht“ von der Baurechtsbehörde, informierte Frank Braun die Mitglieder. „Wir bleiben dran“, versicherte er. Die Erweiterung sei fürs Überleben notwendig. Dies betonte auch Aufsichtsratsvorsitzender Dieter Menold, der den Anwesenden den positiven Prüfbericht des Württembergischen Genossenschaftsverbands vorstellen konnte. Das war dann eine Steilvorlage für den neuen stellvertretenden Bürgermeister, Stephan Hennig, der mit Bravour durch die einhelligen Entlastungen und die Neuwahlen führte. Einstimmig wiedergewählt wurde Vorstand Michael Nollenberger und Aufsichtsratsmitglied Ulrich Neuschwander.
Gemeinsam mit dem Gesangverein bereitet sich jetzt der Obstbauverein auf das traditionelle Apfelfest am Sonntag, 1. September, rund um die Obsthalle vor. Um 10 Uhr beginnt das Fest mit einem ökumenischen Gottesdienst. Anschließend unterhalt der Gesangverein die Gäste und nach dem Mittagessen wird es Fahrten mit dem Obstzügle durch die Anlagen geben. Für Kinder werden Spiele im Freien angeboten. Die ganze Familie kann Äpfel und Birnen verkosten, Apfelküchle genießen und Informationen rund um das heimische Obst erhalten.
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