Begabungen, die gefördert werden!

Die Stipendiaten mit Angehörigen und Lernbegleitern
 
Cellistin Beáta Lakatos

„Es ist ein unglaublich tolles Gefühl, dieses Zertifikat in Händen zu halten und zu wissen, dass meine Begabungen an der Freien Schule Anne-Sophie Künzelsau gefördert werden“, sagte Sina Gerhardt kurz, eine von elf Lernpartnerinnen, die mit einem Begabtenstipendium ausgezeichnet wurden. 400 Lernpartner, die Angehörigen der Stipendiaten, Gäste der Stiftung Würth sowie die Mitarbeiter der Schule bildeten den feierlichen Rahmen der niveauvollen Veranstaltung in der Aula.

Das Licht war etwas abgedunkelt, als plötzlich die ersten Töne des Auftaktliedes „People help the people“ von Sina Gerhardt erklangen. Gefühlvoll sang sie mit der Klavier-Begleitung von Anna-Sophie Engelhardt und setzte damit ein Zeichen, das sich wie ein roter Faden durch die abwechslungsreiche Veranstaltung zog.
Alles passte bei dieser Zeremonie. Die Moderatoren Denian Deckert und Chiara Wagner hatten sich tolle Texte und auch Überraschungen zurechtgelegt und schafften den Spagat zwischen Information und Entertainment. „Es waren dadurch keine Reden erforderlich“, meinte eine Mutter, die anerkennend bemerkte, dass sie sich über die Förderung ihres Sohnes sicher sein kann. Die geschickten Impulse der Moderatoren verleiteten zu Aussagen, die als Begründungen für den hohen Wert des gesamten Bewerbungs- und Auszeichnungsverfahren gelten. In diesem Schuljahr gab es 43 Bewerbungen aus allen Altersstufen wie zum Beispiel in den Bereichen MINT, Sport, Literatur, Kunst und Kunsthandwerk, soziales Engagement, Musik, Wirtschaft, Mathematik, Sprachen. Fünfzehn der Bewerber erreichten die Endausscheidung und unter diesen wurden neun Einzelbewerbungen und eine Gruppenbewerbung ausgezeichnet.

Forscher, Texter und Künstler

In einem ersten Block baten die Moderatoren Chris Specht, Anna-Lena Eißler, Amelie Feimer und Oskar Kasatkin zusammen mit Prof. Ulrich Roth und der Lernbegleiterin Jacqueline Weber auf die Bühne. Mit Staunen und Beifall wurden die Begabungen bewundert. Chris Specht gehört bereits landesweit mit seinen Erfindungen und Forschungen selbst bei „Jugend forscht“ zu den Könnern. Anna-Lena Eißler arbeitet an ihrem Traum, Autorin zu werden und überzeugte mit ihren literarischen Fähigkeiten und Kompetenzen. Amelie Feimer wurde über ihr Talent anhand von selbstgefertigten Bildern befragt. Oskar Kasatkin, dessen künstlerisches Talent von der Landesstiftung Baden-Württemberg gefördert wird, beschrieb seinen Weg in den Bereich der Skulpturen und konnte beachtliche Holzskulpturen präsentieren.

„Die Leiden“ der Jury

Dana Weidner, Vertreterin der Schüler in der Jury, konnte in einem spannenden Interview die erforderlichen Kompetenzen für diese Funktion klar umreißen. Aber auch die persönlichen „Leiden“, die sie empfand. „Mich fasziniert die Vielfalt, das Entdecken von Talenten und besonders auch die Umsetzung der Förderung. Deshalb hat mich die einwöchige Beschäftigung mit den Bewerbungsunterlagen in den Herbstferien nach vorne gebracht!“ meinte sie und fand mit diesen Worten Bewunderung.

Erstmals Golf und Tischtennis

Mit Marlon Helferich und Holly Obermüller konnten sich zwei Sportler in Sportarten durchsetzen, die bisher noch nie an der Freien Schule Anne-Sophie ausgezeichnet wurden.
Von Frau Tina Schäfer wurde dem jungen Tischtennisspieler Marlon Helferich das Stipendium überreicht. Seine bisherigen Erfolge als ganz junger Nachwuchsspieler brachten ihm einen großen Applaus ein.
Hendrick Kleinert nahm die Ehrung und Auszeichnung von Holly Obermüller vor. Die Golfspielerin gehört zur deutschen Spitze und ist auch international erfolgreich. Mit sehr großem Engagement und klaren Vorstellungen versteht sie es, Hochleistungssport und Schule unter einen Hut zu bringen und die Schulmannschaft zu verstärken.
Direkt nach dieser Auszeichnung gab ihre Mutter Heike Obermüller interessante Einblicke in das Leben einer golfbegeisterten Familie.

„Hurrican“

Der Titel dieses Liedes von Sina Gerhardt, erneut begleitet von Anna-Sophie Engelhardt, war der passende Übergang zur Ehrung in den Bereichen Musik und Kunsthandwerk. Auf der Bühne standen bereits Marcel Braun (vertreten durch seinen Vater), Sina Gerhardt, Leon Ansgar Siller sowie das Geschwisterpaar András und Beáta Lakatos. Wolfgang Schiele, Martin Simons und Dana Weidner überreichten die Urkunden. Wie schon vorher, wurde zusätzlich eine weiße Rose von Victoria Braun und Niklas Kaiser überreicht.
Das Talent des Viertklässlers und jüngsten Stipendiaten Marcel Braun am Klavier setzte die Zuhörer ins Staunen. Sina Gerhardt, die schon mehrere Auftritte hatte, umriss ihre musikalischen Ziele und Vorhaben und zeigte auf, wie durch Konsequenz und Willen Träume zur Wirklichkeit werden können.
Leon Ansgar Siller war in diesem Jahr ohne Zweifel ein Shootingstar. Seine Materialien sind Weinrebenholz und Holz, das seine bisherige Funktion nicht mehr erfüllt und zum Recycling geeignet ist. Die bisherigen Unikate sind vielversprechend „und meine berufliche Perspektive könnte hier liegen“, meinte er lächelnd.
In einem weiteren Interview mit Wolfgang Schiele, Mitglied der Schulleitung, konnte Moderator Denian Deckert nochmals den Bogen spannen von persönlichen Begabungen zum Mut, selbst eine Bewerbung anzustreben.
Zu einem furiosen musikalischen Höhepunkt wurde das Allegro Appasionato von András und Beáta Lakatos. Beide sind bereits Meisterschüler am Klavier und Cello und als Musiktalente europaweit bekannt.
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