Ein kunterbuntes Fest zum Schulstart

Mehr Rechte für blau?
 
Schwere Entscheidung für den König
Künzelsau: Freie Schule Anne-Sophie | Einschulungsfeier an der Freien Schule Anne-Sophie

Eingebettet in eine kunterbunte Farbenvielfalt begann für die 40 Schulanfänger an der Freien Schule Anne-Sophie Künzelsau am Samstag ihre Schulzeit. Damit die Künzelsauer Schule auf den Taläckern die Corona-Vorschriften erfüllen konnte, erfolgte die Einschulung in zwei Gruppen, wobei außer den Eltern keine weiteren Familienmitglieder oder Bekannte teilnehmen konnten. „Für unsere Kinder war es eine so freundliche und begeisternde Einschulung, wie wir uns als Eltern diese nie hätten ausmalen können“, meinte eine sichtlich tief beeindruckte Mutter.

Ungewohnter Anblick

Der Blick von der Bühne in die Aula war ein ungewohnter. Gesichter mit Mund- und Nasenschutz, in den Händen oder neben den Stühlen der ABC-Schützen die großen Schultüten, die vorgegebenen Abstände zwischen den Familiengruppen und trotzdem spannend schauende und leuchtende Augen. Gleich zum Auftakt brach die Theatergruppe den Bann und fesselte die Neuen an ihrem ersten Schultag.

Tolles Theater

Die Lernbegleiterinnen Karola Sieronski und Carolyn Anderson hatten ein Theaterstück mit Emotionen ausgewählt, das gleichzeitig ein Plädoyer für eine tolerante Gesellschaft war. Zunächst kamen die blauen, roten und gelben Bürger aus dem Land Kunterbunt auf die Idee, dass ihre Farben aus dem herrlichen Regenbogen mehr wert sind, als die anderen.

Der König aus Kunterbunt beging einen schweren Fehler und räumte diesen Bürgern mehr Rechte ein. Eine schlechte Entscheidung für den Regenbogen, der dadurch deutlich an Strahlkraft verlor.

Das bunte, selbst gestaltete Bühnenbild und die schauspielerischen Fähigkeiten der Lernpartner aus der Primarstufe führten immer wieder zum Staunen und zu einem riesigen Schlussapplaus.

Stefan Rauner beeindruckt

Stefan Rauner, Leiter der Primarstufe, zeigte sich überglücklich, dass die Feier stattfinden konnte. „Vor ein paar Wochen war die Situation noch ungewiss, nun haben wir es geschafft, unsere Neuen und deren Eltern in diesem bunten und der Situation angemessenen Rahmen zu empfangen“. Lobend hob er die beiden Haustechniker Udo Bürkert und Jürgen Ehrmann hervor, die innerhalb von wenigen Minuten die Bestuhlung für die zweite Veranstaltung neu organisieren mussten.

Eva Reinhardt lobend

Eva Reinhardt, Vorsitzende des Gesamtelternbeirats, betonte, dass der Lern- und Lebensort an der Freien Schule Anne-Sophie ein ganz besonderer ist, was sich vor allem in der Zeit während des Lockdowns gezeigt hat. „Das Vermitteln des Schulmottos, kein Kind zu übersehen, war stets präsent und spürbar“. Dabei ging sie auch indirekt auf die kurz nach Beginn des Lockdowns durchgeführte Elternevaluation ein.

Gespannt hörten die neuen 5- und 6-Jährigen Schulneulinge Stefan Rauner zu, als dieser altersgemäß auf den Inhalt des Theaterstücks einging und mit kindgemäßen Antworten überrascht wurde. Der beste Beweis, wie tief die Intentionen des Theaterstücks die Schulanfänger berührten.

Danach war es soweit. Zusammen mit ihren Lernbegleitern durften die Schulneulinge in ihre Lernateliers und erlebten ihre erste Schulstunde. „Hurra, ich bin nun Schulkind“, rief ein Junge freudestrahlend, als er seinem Papa entgegenlief.
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