Projektwoche Migration an der Georg-Wagner-Schule

Josef Fischer und Christian Vogt mit Schülerinnen der Klasse 10d
Künzelsau: Georg-Wagner-Schule | Schon seit einigen Jahren wird unter der Federführung von unserer Schulsozialarbeiterin Elvira Schmidt das einwöchige Projekt in den neunten Klassen des Werkrealschulzuges mit dem Thema: „Migration“ an der Georg-Wagner-Schule durchgeführt.
Das Projekt „Migration“ hat das Ziel, Interesse für fremde Kulturen und Lebensweisen zu wecken, sie kennenlernen und zu achten. In der gemeinsamen Projektarbeit übernehmen die Jugendlichen Perspektiven in teilweise unbekannten Zusammenhängen und üben sich darin, Empathie zu entwickeln. Die Schulung von sozialen Kompetenzen wie Toleranz und Respekt vor anderen Kulturen nimmt hierbei einen großen Stellenwert ein.
Integration wird dabei als wechselseitiger gesellschaftlicher Prozess betrachtet, in welchem das Erlernen der Sprache eine Schlüsselrolle übernimmt.

Um Verständnis für die eigene Herkunft und andere Kulturen von Migranten zu bekommen, wurden folgende Fragestellungen gemeinsam mit den Klassenlehrern Thomas Weber, Rüdiger Walter und Christian Vogt und Gästen thematisiert:
Wer bin ich?
Wo kommen ich und meine Familie her?
Warum bin ich in Deutschland?
Was will ich hier erreichen?
Was heißt für mich Spätaussiedler/in, Ausländer/in oder Flüchtling zu sein.

Im Laufe des Projektes erstellen die Schüler individuelle Familienstammbäume und lernen somit die eigene Familiengeschichte im Dialog mit Eltern und Großeltern kennen.
Überrascht zeigten sich viele, als erarbeitet wurde, dass statistisch 19% der deutschen Bevölkerung einen Migrationshintergrund gegenwärtig hat.

Unser Migrationsprojekt wurde von unterschiedlichen Gastreferenten unterstützt. Anneliese Scholz, Mitarbeiterin der Stadt Künzelsau, stellte sich vor und schilderte in Kürze ihre Arbeit mit den Spätaussiedlern auf den Taläckern. Sie erläuterte vor allem die Integrationswege der ausgewanderten Deutschen aus Russland nach Künzelsau.

Josef Fischer von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. schilderte mit der von ihm betreuten Wanderausstellung: „Volk auf dem Weg – Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland“ das wechselvolle und zeitweise sehr schwere Schicksal der Deutschen aus Russland. Die Wanderausstellung und die Projektunterstützung der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland werden durch das Bundesministerium des Innern und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg gefördert.

Als weiterer Gast erzählte Walter Häberle mit viel Spaß von seiner Reise nach Sibirien und las auszugsweise aus seinem Buch: „Die weite Reise“ vor, so dass das Interesse der Schüler von einem weiteren Zugang aus geweckt wurde. Abschließend bekamen die Schüler von Herrn Häberle ein Exemplar seines Buches geschenkt.

Eine hilfreiche Unterstützung bei der Durchführung des Projektes bekamen die Schüler von den Klassenlehrern Herr T. Weber, Herr R. Walter und Herr C. Vogt.
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