CDU-Mitglieder in Hohenlohe diskutieren über Neuausrichtung

Das Präsidium und der Bundesvorstand der CDU Deutschland haben beschlossen, am 30. Oktober eine Kreisvorsitzendenkonferenz in Berlin durchzuführen, um mit den Bezirks- und Kreisvorsitzenden gemeinsam zu beraten, wie sich die CDU bestmöglich für die Zukunft aufstellen soll – inhaltlich, strukturell und personell. Dabei geht es insbesondere um die Frage, wie Mitglieder umfangreicher beteiligt werden können.

Thomas Gruber, Kreisvorsitzender der CDU Hohenlohe, nutzte bis dahin im Rahmen einer Online-Veranstaltung die Zeit, um ein möglichst allgemeines Stimmungsbild zur vergangenen Bundestagswahl im Kreisverband zu sammeln und als Vorbereitung für die Kreisvorsitzendenkonferenz zu erheben, inwiefern sich die Mitglieder der CDU Hohenlohe eine Beteiligung an der Wahl des zukünftigen Bundesvorsitzenden wünschen.
In der anfänglichen Diskussion über die historische Wahlniederlage wurden verschiedene Gründe als ursächlich gesehen. Zum einen empfanden einige die Wahl des Kanzlerkandidaten Armin Laschets als ungünstig, da dieser nicht dem Wunsch der Mehrheit der CDU-Basis entsprochen hätte. In diesem Zusammenhang wurde Kritik ebenso dahingehend geäußert, dass die CSU weder vor noch nach der Wahl unterstützend gewirkt hat. Zukünftig müsse die Union wieder Geschlossenheit zeigen, um ihr ganzes Potential zu entfalten und neue Stärke zu finden. Weitere Gründe ließen sich zum Teil darin finden, dass verschiedene Entscheidungen der Bundes-CDU der letzten Jahre nicht den Erwartungen der CDU-Mitglieder als Multiplikatoren für die Ideen der Partei entsprachen. Gefordert wurde deshalb eine Entscheidung zur stärkeren inhaltlichen Positionierung der CDU bezüglich ihrer Werte. Es wurde die Erwartung geäußert, dass die Rolle in der Opposition erden könne und dass so für zukünftige Wahlkämpfe Kraft gewonnen werden kann. Das Ziel müsse jetzt ein realistisches und pragmatisches Handeln der Partei sein, um die Menschen mit Inhalten zu überzeugen.

Von den Teilnehmern der Online-Diskussion wird eindeutig eine Mitgliederbefragung für die Entscheidungen des Bundesvorsitzenden erwartet und befürwortet. Als Argument für eine Mitgliederbefragung wurde angeführt, dass die Basis stärker in den Entscheidungsprozess eingebunden werden möchte, um das Handeln der CDU mit voller Überzeugung vertreten zu können.

(Verfasser: Martin Tettenborn)
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