Die EU als Garant für wirtschaftlichen Erfolg? – Diskussion mit Rainer Wieland in Künzelsau

Großes Interesse an dem CDU Europagespräch mit Rainer Wieland, Vizepräsident des Europäischen Parlaments

Deutschland und die Region Hohenlohe stehen wirtschaftlich gut dar. Firmen wie beispielsweise Würth, Ziehl-Abegg oder Berner machen die Region zu einem Industriezentrum mitten in der Idylle. Hohenlohe gilt zudem als Region der Weltmarktführer. Doch welche Rolle spielt die Europäische Union für den wirtschaftlichen Erfolg der regional ansässigen Unternehmen?

 

Über dieses Thema diskutierten am Montagabend interessierte Bürger Hohenlohes und die CDU Künzelsau gemeinsam mit Rainer Wieland, Vizepräsident des Europäischen Parlaments in den Räumen der Firma Ziehl-Abegg. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Veranstalter Dr. David Kappel, Vorsitzender der CDU Künzelsau, führte Rainer Wieland mit einem Impulsreferat in die Thematik ein. Dabei betonte er, dass Deutschland ein wirtschaftlich und sozial starkes Land in der Mitte Europas ist.

Durch die heutige Verflechtung in komplexe und tief greifende Krisen wird die Gestaltungsaufgabe der Europäischen Union und ihrer Mitgliedsländer zu einem immer größeren Kennzeichen unserer Zeit. Denn nur ein vereintes Europa kann im globalen Wettbewerb bestehen. "Wir Europäer machen einen immer geringeren Anteil der Weltbevölkerung aus", so Wieland. "Doch stehen wir im Wettbewerb mit Ländern wie China, die alleine doppelt so viele Einwohner haben als Europa." In seiner flammenden Rede für Europa kritisierte er außerdem, dass Europa im Alltag schlecht geredet wird und dadurch in den Köpfen negativ geprägt ist. Dabei profitieren Deutschland und vor allem seine mittelständischen Unternehmen in erheblichem Maße von der Europäischen Union.

Anschließend stellte sich Rainer Wieland den Fragen der Anwesenden zur aktuellen Europapolitik, den Herausforderungen angesichts nationalistischer und populistischer Tendenzen in Europa und seiner Arbeit. Auf die Frage, was ihn bei seiner Arbeit im Europäischen Parlament jeden Tag aufs Neue antreibt, antwortete er: „Die Tatsache, dass meine Kinder das neue Jahrhundert so beginnen können, wie das alte aufgehört hat und nicht wie vor 100 Jahren in den Krieg ziehen müssen“.
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