JU Künzelsau besucht die Caritas Heilbronn-Hohenlohe

JU Künzelsau, Vors. Matthias Heindl (1.v.l.), Yamama Radwan (2.v.r.), Manfred Lux (1.v.r.)
Einen interessanten Einblick bekam die JU Künzelsau mit ihrem Vorsitzenden Matthias Heindl bei der Caritas Heilbronn-Hohenlohe in Künzelsau. Das Thema der Abendveranstaltung lautete „Zuwanderung gestalten – Anmerkungen aus der Sicht einer Beratungsstelle“. Zunächst führte Herr Manfred Lux die JUler durch die Räumlichkeiten der Caritas und erklärte die zahlreichen Tätigkeitsfelder der Wohlfahrtsorganisation der katholischen Kirche – wie z.B. die Mangelstube, in welcher psychisch kranke Menschen arbeiten und sich z.B. der Bügelwäsche von Privatkunden annehmen. Auch die zahlreichen Beratungsangebote und der Weltladen beeindruckten die JUler. Anschließend lauschten die Jung-Unionisten dem Vortrag von Manfred Lux über die Entwicklung der Zuwanderung von den Gastarbeitern um 1955 bis zu der aktuellen. Frau Yamama Radwan, Englisch-Lehrerin aus Aleppo, seit 2016 in Deutschland, schilderte anschaulich ihre Flucht aus Syrien und ihre jetziges Leben in Deutschland. Ihr gutes Deutsch, ihr Computerwissen, ihr Wille sich zu integrieren und ihr Ziel im Bereich Industrieelektronik oder im kaufmännischen Bereich zu arbeiten, sorgten ebenfalls für Eindruck. Manfred Lux schilderte ferner das große Engagement von Land, Hohenlohekreis und Kommunen bzgl. der Integration und Unterstützung der Gäste. Allerdings sehe er auch die Gefahr, dass Menschen kommen, die die Sprache nicht lernen wollten und sich Parallelgesellschaften bildeten. Das gelte es zu verhindern. Wichtig sei es, so Manfred Lux, dass der Eindruck bei z.B. gebildeten Syrern vermieden werde, dass sie abgehängt werden. Gut wäre es, so waren sich Lux und Heindl des Weiteren einig, wenn die Anstrengungen in Beratungsfragen besser gebündelt werden würden. Gelder stünden genügend zur Verfügung, allerdings bestimmten zu viele Menschen mit. Ehrenamtliche Initiativen sollten besser in vorhandene Strukturen, z.B. der Kirchen, eingegliedert werden - zu viele Koordinatoren schadeten eher. Für die Betroffenen wäre ferner eine klare Erwartungssicht auch von Vorteil – Entscheidungen zu Familiennachzug oder Bleiberecht dauern noch immer viel zu lange. Der Vorsitzende der JU Künzelsau, Matthias Heindl, zollte der Caritas höchsten Respekt, bedankte sich anschließend bei Manfred Lux und Yamama Radwan für die interessanten Einblicke und stellte fest, dass christliche Politik stets den Menschen im Augen haben sollte.
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