Oma Bergolds Quittenspeck - eine fruchtige Köstlichkeit für Weihnachten (modifiziert)

Oma Bergolds Quittenspeck in Aquarelltechnik
  Dieses Rezept habe ich in meinen Jugendjahren von einer Nachbarin in Waldenburg, der Oma Bergold, bekommen, die es wiederum von ihrer Mutter hatte. Es stammt aus dem Jahr 1921 und ist nunmehr fast 100 Jahre alt. Unsere Omas und Mütter kannten noch diese fruchtige Köstlichkeit aus gekochten Quitten, auch Quittenbrot genannt, und es lag jedes Weihnachten mit auf dem Guatsle-Teller. Auch ich scheue in der Regel den Zeitaufwand nicht, und stelle diesen fruchtigen Quittenspeck meist auf Weihnachten her und habe ihn auch lange Jahre an unserem Mistelhüttle auf dem Öhringer Weihnachtsmarkt verkauft. Das einfache Originalrezept von Oma Bergold habe ich etwas modifiziert, auch wegen des hohen Kaloriengehaltes. Seit einigen Jahren versende ich die Sweeties an unsere Bekannten in den USA, die total scharf darauf sind. Man kann es angeblich aus Deutschland für sehr viel Geld in die USA einführen, aber mein Quittenspeck schmeckt anscheinend viel besser.

Zutaten:

2 kg frische Quitten
abgeriebene Schale 1 Zitrone und 1 Orange (alternativ: je 1 Beutel Citro-Back und Orange-Back von Schwartau oder je 1 Beutel abgeriebene Zitronen- und Orangenschale von Dr. Oetker)
2 TL Zimt
2 EL Kirschwasser
je 50 g Zitronat und Orangeat, gewürfelt
Südzucker 2 plus 1 Gelierzucker (Ersatz für normalen Zucker 1 kg Zucker auf 1 kg Frucht wegen der Kalorien und schmeckt auch fruchtiger)
Ab dem ´Kirschwasser` wurde das Rezept von mir modifiziert.

Zubereitung:

Die Quitten mit einem Tuch gründlich abreiben oder waschen und die Stiele und Blütenansätze entfernen. Die Quittenviertel mit Wasser bedeckt ca. 45 Min. bei milder Hitze zugedeckt köcheln lassen, in einem Sieb abtropfen lassen und in eine Schüssel geben.
Die Orangen- und die Zitronenschale (alternativ Citro-Back und Orange-Back), den Zimt und das Kirschwasser mit den Quitten gut mischen und alles über Nacht zugedeckt stehen lassen.
Das Zitronat und das Orangeat sehr klein wiegen (kleiner noch als die fertig gekauften Würfel).
Ein Backblech mit Alufolie auslegen.
Die Quittenmasse mit der Flotten Lotte durch ein Haarsieb streichen oder mit der Küchenmaschine musen, abwiegen und mit der Hälfte der gewogenen Menge Gelierzucker 2 plus 1 mischen (z.B. 1500 g Quittenmus mit  1 1/2 Päckchen Gelierzucker = 750 g)
Das Mus unter Rühren, am besten mit einem Holzrührlöffel, so lange kochen, bis es sich vom Topf löst und eine dickliche Masse wird (ca. 10 Minuten)
Zuletzt das kleingewogene Zitronat unsd Orangeat untermengen. Das Quittenmus ca 1 cm hoch auf das Backblech streichen und bei 50°C auf der mittleren Schiebeleiste im Backofen trocknen lassen. Wenn nötig noch einigeTage zugedeckt bei Raumtemperatur trocknen lassen. Die Masse muss zäh und nicht mehr leicht eindrückbar sein. 
In gleich große Rauten schneiden und in grobem Kristallzucker, z.B. Einmachzucker, wenden. Sollte die Masse zu lange gestanden haben und schon zu ausgetrocknet sein, so kann man vor dem Schneiden sie nochmals an der Oberfläche anfeuchten mit Quittensaft, Quittenlikör oder auch Wasser. Dann hält der Kristallzucker besser.

Oma Bergolds Quittenspeck passt vor allem sehr gut zu einem Viertele Wein.




 
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