Judotraining mit Vize-Europameister

Künzelsauer Judoka mit Stefan Buben
Am 04.07.2017 machte sich ein Teil der Künzelsauer Judoka auf den Weg nach Besigheim. Im dortigen Verein war Stefan Buben (7. DAN) zu Gast um das Training zu leiten. Dieser war in den 1980er Jahren der erfolgreichste Halbleichtgewichtler der Bundesrepublik Deutschland. Neben nationalen Titeln, war er auch international bei Welt- und Europameisterschaften erfolgreich sowie mit dem damaligen Spitzenclub VFL Wolfsburg im Judo-Mannschaftskampf. Heute betreibt er in Bremen eine Kampfsportschule und besitzt darüber hinaus die Meistergrade in Jui-Jitsu, Sambo und Kickboxen.
Zunächst wärmten sich die Teilnehmer mit verschiedenen Judo-Basisübungen auf. Darauf folgten Variationen der Makikomi-waza, welche unter Judokas als „Schweinerolle“ bekannt ist. Durch seine sympathische Art schaffte Stefan Buben eine motivierende Trainingsatmosphäre und konnte die Teilnehmer für seine gezeigten Techniken begeistern. Die darauf folgende Bodentechnik sollte ebendiese „Schweinerolle“ verhindern und in einem Haltegriff enden.
Er legte viel Wert auf langsame und sorgfältige Ausführung während der Technikaneignungsphase sowie dem partnerschaftlichen Miteinander, welches grundlegend für den Judosport ist.
Danach folgte ein Angriff gegen die Bankposition von vorne, welcher auch im Standwettkampf angewendet werden kann. Während im Boden daraus ein Haltegriff erarbeitet wird, kann die Technik im Stand als Block gegen einen Schlagangriff eingesetzt werden, der mit O-soto-gari oder Sumi-gaeshi geworfen wird und so seinen Abschluss findet.
Als abschließende Technik zeigte Stefan Buben eine Variation von Kata-gatame mit modifizierter Armhaltung, wodurch der Haltegriff stark würgt. Egal ob im Judo-Wettkampf, oder in der Selbstverteidigung gegen einen Schlagangriff- diese Technik kann erfolgreich eingesetzt werden.
Zum Abschluss erfolgte eine koordinative Übung zum Griffkampf und der Verhinderung des gegnerischen Griffs, sowie einige Judo Basisübungen zum Ausklang der Trainingseinheit.
Die TSV Judokas konnten viele neue Techniken mit auf die Heimfahrt neben und werden diese im eigenen Training noch vertiefen.
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