Wanderung auf dem neu gestalteten alten Klebweg in Künzelsau (für HZ)

Hier kann man die einzelnen Schichten des Unteren Muschelkalks gut erkennen.
Mehr als 30 Jahre war dieses idyllische Kleinod in Künzelsau total verwildert, zugewachsen und in Vergessenheit geraten.
Deshalb wollte der Wanderführer Roland Schickert vom SAV Kupferzell den im letzten Frühjahr wieder zugänglich gemachten historischen Pfad und die Besonderheiten dieses Biotops entlang am linken Kocherufer interessierten Wanderen vorstellen. So traf man sich am Freitagnachmittag, 30.Juli, am Bahnpark zur Abfahrt im Konvoi zum Recyclinghof Künzelsau. Dort am Eingang zum Klebweg kann man auf Schautafeln bereits interessante Informationen nachlesen:
Der Begriff Kleb kommt aus dem Hohenlohisch-Ostfränkischen und steht für Klippe, Kliff. So führt dieser Pfad durch einen typischen Schluchtwald mit teilweise hohen Muschelkalkwänden. Schickert erklärte den Wanderern, dass man an den Felsböschungen immer tropfendes Wasser sehen und auch hören kann, das über wasserstauende Tonmergelschichten austritt und im Winter oft zu eindrucksvollen Eiszapfen gefriert. In den Spalten der verschiedenen Gesteinshorizonte wachsen große, meterlange Schilfbüschel und manche moosbewachsene Stämme zeigen weiße Krusten von gelöstem Muschelkalk.
Kurz vor dem Weiler Scheurachshof führt der Klebpfad aus der Enge in ein weites Wiesental, Im Scheurachshof selbst scheint die Welt stehen geblieben zu sein.  
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