Ein Lauffener Forscher am Südpol

Beinahe hätte man ihn vergessen – bis Andrea Täschner aufmerksam wurde, recherchierte, und was sie über das Leben des Prof. Dr. Friedrich Bidlingmaier herausfand, war Thema ihres Vortrags bei den Lauffener LandFrauen: Geboren 1875 und aufgewachsen in einer Lauffener Lehrerfamilie, spezialisierte er sich nach seinem Studium auf die Erforschung des Erdmagnetismus, erfand den Doppelkompass und wurde zum Teilnehmer der ersten deutschen Südpol-Expedition berufen. 1901 segelte er mit dem Forschungsschiff Gauß zum Südpol. Im Februar 1902 blieb das Schiff 80 km vor dem Festland im Eis stecken und Bidlingmaier musste sein Observatorium auf einer stabilen Eisscholle errichten. Landausflüge waren nur bei geeigneten Wetterbedingungen möglich. Andrea Täschner schilderte ebenso anschaulich wie spannend das Team der Gauß, bestehend aus hoch spezialisierten Forschern und Seemännern, ihre Ausrüstung und die Herausforderungen, die unter diesen extremen Klimabedingungen zu meistern waren. Obwohl die Expedition ein großer wissenschaftlicher Erfolg war, wurde keine Fortsetzung genehmigt. Bidlingmaier setzte seine Forschungen in Deutschland fort und arbeitete mit internationalen Wissenschaftlern zusammen, bis er 1914 mit 38 Jahren zum Militär eingezogen wurde und in seinem ersten Gefecht starb.
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