Theatergruppe Jagstberg

Genau vom Sonnschein begleitet war der 2-tägige Ausflug der

Theatergruppe Jagstberg

. Am ersten Tag ging es hoch hinaus auf den „Allgäu-Skywalk“ in Scheidegg. In schwindelnder Höhe auf schwankenden Bohlen aber hinter gut gesicherten Geländern konnten die Baumwipfel umrundet werden. Es gab ein tolles Überraschungs-Buffet mit Häppchen und Getränken und zugleich viel wissenswertes über den in der heutigen Zeit so gebeutelten Wald der dort im Allgäu auch Plenterwald genannt wird. Die ganze Rundumaussicht wurde von einem Guide gut erklärt. Fast unwirklich wirkte die Sicht auf den Bodensee der sich unter einem Teppich aus Nebel versteckt gehalten hat. Die ganze Sky-Walk-Anlage aus Metallstützen und Drahtseilen mit einem Aufzug im Zentralturm dient nicht nur der Sensationslust der vielen Besucher sondern hauptsächlich für therapeutische Anwendungen für kranke und traumatisierte Kinder und Jugendliche. Die Anlage ist trotz der exponierten Lage vollkommen barrierefrei und ist hauptsächlich auf Basis der Inklusion ausgerichtet. Auch der schönste Tag geht mal zu Ende und nach einer kurzen Fahrt mit dem Bus nach Lindau am Bodensee wurde dort auch übernachtet. Am 2. Tag, wieder punktuell von Sonnenstrahlen begleitet. Diesmal waren die Höhen im Nebel und am See die glitzernden Sonnenstrahlen. Als erster Programmpunkt war die traditionelle Stadtführung angesagt. Unter dem Motto Sprichworte und Redewendungen ging es mit einer Stadtführerin durch die Stadt. Nahezu jedes Bauwerk und jedes Relikt, viele handwerklichen Tätigkeiten und viele gesetzlichen Regelungen aus der mittelalterlichen Zeit haben ein Sprichwort entstehen lassen. Wenn man bedenkt das zu damaligen Zeiten das einfach Volk kaum lesen und schreiben konnte waren Sprichworte hilfreiche Instrumente, um zu informieren und zu lenken. Recht glaubwürdig ist die Erklärung von der Redewendung „ich kann dir etwas pumpen“. Trotz der Insellage und von Bodenseewasser umgeben war in Lindau sauberes Trinkwasser immer knapp. Die ganzen Abwässer und Fäkalien liefen auf den Strassen, in den Gassen und Kandeln oberflächlich in den Ufersumpf des Bodensees. An Trinkwasser Entnahme aus dem See war nicht zu denken. Und wenn trotzdem hat sich zeitnah der Tod gemeldet. Mühsam wurde über Deichelleitungen das Wasser vom Festland in die Brunnen der Stadt geleitet. Nur ein bestimmtes Kontingent stand täglich jeder Wohnstätte zur Verfügung. War dieses erschöpft konnte man nur hoffen dass man über das Kontingent vom Nachbarn noch etwas pumpen kann. Schnell wurde der Bogen in die heutige Zeit gespannt, wo doch die Wasserversorgung umgekehrt verläuft. Bodenseewasser in Trinkqualität wird bis zu uns in den Hohenloher Raum geleitet wo es für volle Hochbehälter sorgt. Selbst in der Rekordtrockenheit der verg. zwei Sommer. Viele Ah-Ha-Effekte stellten sich ein die bei den Laienschauspieler/Innen auf fruchtbaren Boden fielen. Dankbar sind sie für jede Anregung damit sie in der kommenden Saison mit Schlagfertigkeit und passenden Sätzen, mit Zitaten und Redewendungen für Kurzweil und gute Unterhaltung sorgen können. Schon heute freuen wir uns wenn es in Jagstberg wieder heißt: „Ein dreifach kräftiges Vorhang-Uff“. Siehe auch www.jagstberg-mgv/theatergruppe
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