Jahrgang 49/50 im Chiemgau und Berchtesgadener Land.

Am Königsee bei St. Bartholomä

Unser Ausflug mit einer gutgelaunten Gruppe führte uns diesmal zum Chiemsee und ins Berchtesgadener-Land. Nach einem Handvesper mit würziger und süßer Verführung (dafür sei an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön gesagt) in Greding, ging es weiter zu unserem ersten Ziel, die bayrische Hauptstadt München. Am Isartor stiegen wir aus und erkundeten individuell zu Fuß die Innenstadt. Nach zwei Stunden begann unsere informative Stadtrundfahrt und man glaubt es nicht, unsere Reisebegleiterin war eine Weinsbergerin, die Sprache hat also gestimmt. Eindrucksvolle Sehenswürdigkeiten, jahrhundertalte Bauwerke, zahlreiche Museen, das neugotische Rathaus mit dem beliebtem Glockenspiel am Marienplatz, Viktualienmarkt, Frauenkirche, Stachus, Odeonsplatz, Friedensengel usw., das alleine wäre schon einen Bericht wert. Nach der bayrischen Residenz, vorbei an herrlicher Landschaft, bezogen wir unser Hotel in Inzell das durch den Eislaufsport bekannt ist. In unserem gemütlichen Hotel gab es während und nach dem Abendessen die Möglichkeit für Gespräche wozu man sonst keine Gelegenheit hat. Eine gute Möglichkeit für alle die sich ansonsten nur selten sehen, sich mal wieder auszutauschen und Neues zu erfahren.

Am nächsten Morgen ging die Fahrt zum Salzbergwerk nach Berchtesgaden, inmitten der Berchtesgadener Alpen mit beeindruckendem Panoramablick auf das mächtige Watzmannmassiv. Zum Einstieg wurden wir alle in einen Overall gesteckt, was zum Teil für mächtige Gaudi sorgte. Mit der Grubenbahn fuhren wir in die Salzkathedrale des Kaiser-Franz- Sinkwerks. Viele Informationen und Erklärungen wurden gegeben. Mit einer Rutsche ging es in die Unterwelt, hier machten wir eine Salzseefahrt mit einer beeindruckenden Lichtershow. Eine Anmerkung: das Salz wird hauptsächlich im nassen Abbau gewonnen, d.h. das Salz wird mit Wasser von dem Gestein gelöst. Interessant war die alte Technik und die Tatsache, daß die Lake nach Bad Reichenhall gepumpt und erst dort verarbeitet wird. Wieder mit dem Grubenzug ans Tageslicht gelangt, gings nahtlos gleich weiter zum gemeinsamen Weißwurstessen vor der beeindruckenden Gebirgskulisse. Gut gestärkt fuhren wir vorbei an beeindruckender Landschaft zum Königssee. Mit dem Schiff durch den fjordähnlichen See wurde uns das berühmte Echo vorgeführt. Angelegt an der Halbinsel Hirschau bestaunten wir ein Postkartenmotiv, die Wallfahrtskirche St. Bartholomä. Die Kirche hat wunderbare Stuckaturen und eine gute Akustik. Fünf sangesfreudige Teilnehmer erfreuten uns und andere Besucher mit einem Lied. Beim dortigen Aufenthalt konnten wir wieder die gewaltige Landschaft genießen und uns auch kulinarisch verwöhnen lassen. Zurück im Hotel erwartete uns nach dem Abendessen ein bayrischer Abend mit traditioneller Musik und Schuhplattlern. Zwei junge Burschen haben das wirklich authentisch mit voller Überzeugung vorgeführt. Mit viel Begeisterung und Stolz haben sie ihre Instrumente, ihre Tracht und das Schuhplattlern erklärt. Und wieder ging ein kurzweiliger Tag zu Ende.
Am dritten Tag hatten wir einen Guide, der uns auf der Fahrt zum Chiemsee fachkundig über Land und Leute berichtete. In Priem am Chiemsee angekommen setzten wir mit dem Schiff, vorbei an der Herreninsel, zur Fraueninsel über. Auf der 15,5ha großen autofreien Insel findet man richtig schöne Flecken, es wirkt alles so entspannt und gemütlich, ein richtiges Kleinod, einfach romantisch. Bei unserem Rundgang bekamen wir auch hier sehr viele Informationen. Das Kloster Frauenchiemsee (auch Frauenwörth genannt) ist das Wahrzeichen der Insel. Wie am Königsee erfreuten uns auch hier in der Kirche einige Teilnehmerinnen mit einen Liedvortrag. Der anschliessende freie Aufenthalt konnte genutzt werden um die Künstler mit ihrer Handwerkskunst zu bestaunen oder es konnten auch leckere Fischbrötchen verzehrt werden. Wieder zurück mit dem Schiff ging die Fahrt weiter nach Reit im Winkel, vorbei an mit Lüftlmalerei bemalten Häuser, welche die Region prägen. Viele Wintersportler sind dort zu Hause. Eine herausgepickt ist Rosi Mittermaier, die in Reit im Winkel einen Landgasthof besitzt. Angekommen in Reit im Winkel machten wir Station um den schönen Ort zu erkunden. Einige ließen es sich nicht nehmen, im „Kuhstall“ von Maria und Margot Hellwig einen Kaffee zu trinken, sie konnten in Erinnerungen schwelgen. Weiter ging es nach Ruhpolding ins Miesenbacher Tal zu den Biathlon-Hügeln und den Skisprungschanzen. Man konnte sich ein Bild machen, wie es ist, wenn die Biathleten ihren Präzisionssport ausüben (Stehdendschießen bei 50 m auf eine 11 cm große Scheibe, liegend noch viel kleiner), alles sehr beeindruckend. Ebenso die Rückfahrt zum Hotel über die bekannte deutsche Alpenstraße. Dort erwartete uns für den letzten Abend ein Extramenü, bei guter Laune und Geselligkeit klang der Abend aus.

Leider war der vierte Tag schon wieder der Letzte. Er begann mit Regen, aber am Tegernsee, unserem letzten Aufenthalt, hat uns die Sonne wieder begrüßt. In Tegernsee, der heilklimatischen Kurstadt, angekommen, wurden wir gleich zünftig bayrisch im Bräustüberl kulinarisch versorgt. Danach war noch etwas Zeit um am See spazieren zu gehen und noch einmal die Gegend zu geniessen . Die Heimfahrt über die Autobahn war bis Lonetal schön, konnte man doch am Himmel sehr spektakuläre Wolken beobachten. Aber ab da begleiteten uns Sturm und Starkregen bis nach Hause. Alles in allem war es ein sehr schöner, sonniger, informativer und harmonischer Ausflug mit guter Laune und Lust auf eine Wiederholung.

Gez. Ursula Schöneck

Autor:

Jahrgang 1949/50 Obereisesheim aus Neckarsulm

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