Wandern durch das Felsenmeer im hessischen Odenwald

Blick auf das Felsenmeer
Neckarsulm: Bauhaus-Parkplatz | Das Naturdenkmal "Felsenmeer" liegt an den Hängen des Felsberges in der Nähe von Bensheim. Es ist das Produkt von Prozessen, die vor 340 Millionen Jahren begannen. Damals drifteten 2 Kontinente aufeinander und kollidierten im Gebiet des heutigen Odenwaldes. An dieser Stelle faltete sich ein Gebirge.
Nach zweistündiger Zugfahrt war das Ziel erreicht. Unter Führung einer Geologin des Info-Zentrums haben die Neckarsulmer Naturfreunde den Lehrpfad durch das Felsenmeer erkundet.
Schon die Römer nutzten die Granitberge als Steinbruch und transportierten Granitblöcke bis nach Trier. Die Steinbearbeitung der Römer dauerte etwa 200 Jahre. Mehr als 300 der damals bearbeiteten Blöcke, u. a. eine 27 to schwere und 9 m lange Säule, die für eine Kultstätte in Trier bestimmt war, einem Vorgängerbauwerk des heutigen Domes, sind noch im Wald des Feldberges zu finden.
Ende des 19. Jahrhunderts kamen wieder Steinmetze aus Italien, dem Fichtelgebirge und dem Bayrischem Wald. Die Steine wurden als Baumaterial, Grenz- und Grabsteine verarbeitet. Ausländische Konkurrenz und abnehmende Nachfrage nach den Odenwaldsteinen führten zur Schließung der Unternehmen.
Leider hat der angekündigte Regen bereits während der Führung eingesetzt und die Naturfreunde werden wohl bei trockenem Wetter wiederkommen.
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