Was ein Schreck – meine Katz‘ ist weg. Streuner Paul und sein Katzenleben, Teil 5

„Hallo, hier ist wieder Steuner Paul. Heute melde ich mich ein letztes Mal bei euch. 
Ich hatte euch erzählt, wie schnell es gehen kann, dass wir Katzen plötzlich verschwinden. Da dies immer wieder vorkommt und wir oft nicht in der Lage sind von selbst unser geliebtes Heim wiederzufinden, ist es von großer Bedeutung, dass unsere Besitzer Vorkehrungen getroffen haben für den Fall, dass wir eines Tages vermisst werden. Hierzu zählen das Chippen und / oder Tätowieren und die damit zusammenhängende Registrierung bei einer der großen Tierdatenbanken. Die Mitarbeiter dieser Fundtierdatenbanken können uns identifizieren und schnell Kontakt zu unseren Besitzern aufnehmen, sobald wir von einem aufmerksamen Menschen gefunden und bei ihnen gemeldet werden. Aber auch eine Kastration stellt eine wichtige Präventionsmaßnahme zu einem möglichen Entlaufen dar. Unsere Suche nach einem Sexualpartner lässt uns nämlich immer wieder weite Strecken zurücklegen und dabei den Nachhauseweg vergessen. 
Sind wir trotz aller Vorsichtsmaßnahmen dann doch einmal verschwunden, habe ich ein paar Tipps für die Suchtrupps zusammengestellt. Es hat sich gezeigt, dass viele von uns verlorenen Katzen gar nicht wirklich entlaufen sind, sondern eingesperrt wurden in Gartenhäusern, Schuppen, Kellern, Garagen oder in ähnlichen, meist selten besuchten, Lagerräumen. Oftmals sogar in der unmittelbaren Umgebung unseres normalen Aufenthaltsortes. Daher ist der beste Suchradius auch erstmal die direkte häusliche Umgebung. In unserer Katzennatur liegt es, dass wir uns zunächst still verhalten und versteckt ausharren, wenn wir uns in Gefahr, in diesem Fall eingesperrt, sehen. Daher ist es wichtig, dass unsere Besitzer in den ersten 5 Tagen nach unserem Verlust immer und immer wieder dieselben Orte nach uns absuchen, auch wenn sie meinen, dass sie dort schon gründlich nach uns gesucht haben. Die tägliche Suche sollte bestenfalls abends oder nachts stattfinden, wenn es still ist, dann können wir eure Rufe besser hören. Am besten unterstützt ihr eure Suche durch das Klappern der Futterdose oder der Leckerliebox. 
Zusätzlich zur täglichen Kontrolle in der näheren Umgebung, sollte eine Suchmeldung über die großen Fundtierdatenbanken in Anspruch genommen werden. Über die Tierdatenbanken können Suchplakate und Handzettel mit einem deutlichen Bilder mit Erkennungsmerkmalen des gesuchten Tieres und den Daten des Verlustes (Datum und Ort) ausgedruckt werden, die in der Nachbarschaft, im Supermarkt, oder bei Tierärzten ausgehängt werden können. Außerdem wird die Suchmeldung zeitgleich durch die Datenbank an Tierheime, Tierschutzvereine oder private Suchhelfer weitergeleitet, was eine noch größere Reichweite an suchenden Augen bedeutet. Auch eine Veröffentlichung der Suchanfrage in der Tageszeitung, in den EbayKleinanzeigen oder auf Facebook kann helfen, uns wiederzufinden.

Ich hoffe, dass euch meine Tipps helfen können, beim ersten Schreck, wenn die Katze weg ist, euer geliebtes Familienmitglied wieder zu finden. Gerne könnt ihr auch den Verein der Grenzenlosen Tierhilfe – Neckarsulm e.V. kontaktieren. Die fleißigen Helfer dort geben euch weitere spezielle Hilfestellung und unterstützen gerne eure Suche.
Habt ihr eine ähnliche Situation erlebt? Oder habt ihr weitere Tipps, die bei der Suche nach entlaufenen Haustier helfen können? Schreibt uns.

Liebe Grüße,
euer Streuner Paul“
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