Der Killesbergturm

Ich bin ein Stuttgarter Mädle durch und durch und ich liebe diese Stadt, die einiges zu bieten hat.  Es wird nirgends soviel gebaut, wie in Stuttgart und durch meine Tätigkeit auf diesem Gebiet habe ich auf einem Stuttgarter Amt sehr viel mitbekommen, was das Bauen in Stuttgart anbelangt.

Als Kind war ich mit meinen Eltern und meinen Geschwistern oft auf dem Killesberg und vor allem im anliegenden Schwimmbad.

So ist eines meiner Bauprojekte auch der Stuttgarter Killesbergturm, der vom Architekten Jörg Schlaich konstruiert und erbaut wurde.
Er ersetzte den alten Killesbergturm, der in die Jahre gekommen war und auch
"Zaiser-Turm" genannt wurde, weil er von der Aufzugsfirma Zaiser 1939 zur Reichsgartenschau erbaut wurde.
Das Heft zur Reichsgartenschau 1939 habe ich heute noch von meinen Eltern im Besitz.

Auf der Spitze des Turms befand sich ein UKW-Sendemast, die Technik war im großflächig verglasten Sockelgeschoss untergebracht, so dass die Besucher das Geschehen mitverfolgen konnten. Es war damit die erste Ultrakurzwellen-Sendeanlage im Sendegebiet des damaligen Süddeutschen Rundfunks SDR und blieb bis zur Eröffnung des Fernsehturms in Betrieb.

1974 wurde der Zaiser-Turm mit der Begründung abgerissen, er sei nicht nur baufällig, sondern überdies nicht sehr ansehnlich. Heute würde er als bauliches und technisches Zeugnis seiner Zeit als Kulturdenkmal gelten.

348 Treppenstufen besitzt der Killesbergturm. Mit diesen Stufen hat es etwas Besonderes auf sich, denn mit ihrer Vermarktung konnte schließlich die Finanzierung des Turms gesichert werden.

Der entscheidende Gedanke stammte vom damaligen Vorsitzenden des Verschönerungsvereins Fritz Oechßler. Er schlug im Oktober 1997 vor, die 348 Treppenstufen gegen Spenden mit Patenschaften zu versehen, wobei als Anreiz der Name des Spenders auf einem kleinen Stahlschild an der Stufe angebracht werden sollte. Auf diesem Wege konnten rund 40 Prozent der Baukosten gesichert werden.

Auch wenn der Einzelbetrag von damals 1.800 DM recht hoch war, waren nach etwas mehr als einem Jahr bereits 150 Stufen gespendet. Für alle übrigen Stufen fanden sich schon während der Bauzeit weitere Spender, so dass heute keine einzige Stufe mehr ohne Namensplakette zu finden ist.

Quelle:
Teilweise:
www.vsv-stuttgart.de
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