Lohengrin an der Stuttgarter Oper

  Lohengrin von Richard Wagner.

Die Oper dauerte reine Spielzeit drei Stunden.

Mit jeweils zwischen den Akten 30 Minuten Pause.

und noch die Einführung, also fünf Stunden.

ABER, ich hatte keine Probleme mit dem Sitzfleisch, obwohl ich ja nicht so lange sitzen kann. Aber es war mir zu keiner Zeit langweilig.

Es war die letzte Oper von Richard Wagner, die am

28. August 1850 im Großherzoglichen Hoftheater in Dresden aufgeführt wurde. Am Dirigentenpult stand Franz Liszt der seinen Schwiegersohn vertrat, weil Richard Wagner zu dieser Zeit im Exil in Zürich lebte, aber seinem Schwiegersohn genaue Anweisung gegeben hatte.

Wer sich mit Wagner beschäftigt, kommt an Franz Liszt nicht vorbei.


Es war fantastisch, ich hatte ja schon die Premiere am Samstag, die als Liveübertragung in SWR2 gesendet wurde, mitverfolgt und ich war nur begeistert. Ich kann Jedem nur empfehlen, falls er die Möglichkeit hat, diese Oper in Stuttgart in dieser Inszenierung anzusehen. Der neue Generalmusikdirektor Cornelius Meister stand am Pult und mit seinen 38 Jahren ist er genial und seine Begeisterung für die Musik ist unüberhörbar und seine Begeisterung am Dirigentenpult Wagner zu dirigieren auch unübersehbar.


Die Heidelberger kennen ihn, oder?


Die Frage, ob man die Opern von Wagner auch in anderen Sprachen singen kann, beanwortete er mit einem klaren "nein". Da Wagner so genial war und auch passend zu der Musik seinen eigenen Text geschrieben hat, würde das nichts werden.


Wagner und sein Clan!! Nazis?

Hier sollte sich Jeder sein eigenes Bild machen,

Winifried Wagner hat Hitler verehrt.


Richard Wagner war Antisemit, bei all seiner Genialität sollte man das nicht vergessen. Seine Opern sind auch davon nicht unberührt geblieben.

Mime in Siegfried und Beckmesser in den Meistersingern sind u.a. ein Bespiel dafür.


Aber wenn ich an Ludwig Thoma denke, auch er war ein Antisemit und man kann nicht ausschließen, dass er Hitler sogar persönlich gekannt hat.


Die Sänger, allen voraus Okka von der Damerau, als Ortrud, eine Mezzosopranistin erster Güte. Etwas schwächelnd fand ich Michael König in der Rolle des Lohengrin. Elsa = Jennifer Davis (von Covent Garden), die für die erkrankte Simone Schneider (Originalbesetzung) einsprang, war schon mehr als gut und sang Michael König zerzaust in die Knie.


Hervorragend der Staatsopernchor, der zum Besten der Welt gehört. Herausragend auch das Staatsorchester mit voller Besetzung. GENIAL wieder mal in den Orchestergraben zu schauen.


Das Bühnenbild getaucht in Blau, klasse!


Stuttgart, Kulturhauptstadt?

Nicht Berlin, nicht München, nicht Hamburg, nein es ist Stuttgart, das ergab eine Studie, die das kulturelle Angebot von 30 Städten verglich. Da ist Stuttgart nicht nur vielfältig, sondern ausgezeichnet. Das Ballett gehört, neben dem Staatsopernchor zu den besten der Welt. Die Oper ist

"Opernhaus des Jahres" und die zahlreichen Ausstellungshäuser bieten ein hochrangiges Programm.


Ins Kunstmuseum möchte ich auch noch gehen, diese Ausstellung verspricht einiges.
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