Albverein wandert im Nördlinger Ries

Am Hexenfelsen wurden bis 1698 Hexen gerichtet
Zwei Großereignisse bestimmen Geschichte und Gestaltung der Landschaft im Nördlinger Raum, erklärte Wanderführer Martin Schey seinen 22 Mitwanderern: der Einschlag eines Asteroiden vor etwa 15 Millionen Jahren und der Dreißigjährige Krieg. Um einen ersten Eindruck zu gewinnen, bestieg die Gruppe den Daniel, den Turm der St. Georgskirche, von dem man das gesamte Ries mit einem Durchmesser von 24 Kilo-metern überblicken kann. Gut auszumachen der Ring der Stadtmauer, die angelegt wer-
den musste, um die Stadt und ihre Vororte zu schützen. Über die Wehrgänge der Stadt-mauer, noch heute begehbar, gelangte die Gruppe über das Gerberviertel an der Eger hinaus zum Allbuck.  Etwa hier fand 1634 die Schlacht von Nördlingen statt. Eine Schutz- hütte bot Unterschlupf für eine Rast . Auf dem Weg zurück zur Stadt finden sich immer wieder isolierte Felsbrocken, die offensichtlich beim Einschlag des Asteroiden heraus geschleudert wurden und somit heute den Inneren Ring des Kraters bilden. An einem dieser Trümmer, dem Hexenfelsen, befand sich im Mittelalter die städtische Hinrich-tungsstätte,  Das Fehlen von Vulkangestein sowie Funde von Suevit  lieferten erst 1960 den endgültigen Beweis der kosmischen Katastrophe. Die Einkehr im ältesten Gasthaus der Stadt bildete den Abschluss dieser Tour.
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