Digitale Bürgerinformationsveranstaltung zur Vorstellung des Maßnahmenkonzepts zum Gronauer Mühlkanal

Digitale Bürgerinformationsveranstaltung zum Gronauer Mühlkanal mit etwa 55 Teilnehmenden
Der Gemeinde Oberstenfeld ist es wichtig, dass im Gronauer Mühlkanal wieder Wasser fließt. Bei einer Bürgerinformationsveranstaltung Mitte Dezember wurden dazu nun Planungs- und Berechnungsergebnisse des Ingenieurbüros Winkler und Partner GmbH vorgestellt. Die Veranstaltung konnte auf Grund der aktuellen Corona-Situation leider nicht wie geplant in der Gronauer Mehrzweckhalle stattfinden, sondern wurde als digitales Online-Meeting durchgeführt. Etwa 55 Teilnehmende hatten sich im Vorfeld bei der Gemeinde angemeldet und einen Zugangslink zur Videokonferenz erhalten.
Der Bürgerinformationsveranstaltung vorausgegangen waren Gespräche mit verschiedenen Initiativen und Vereinen, Anwohnerinnen und Anwohnern am Mühlkanal sowie betroffenen Eigentümerinnen und Eigentümern von Wiesen- und Baumgrundstücken. Bürgermeister Markus Kleemann war es wichtig, diese im Vorfeld über die Maßnahmen, die sie besonders betreffen, zu informieren, einen Austausch zu ermöglichen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger in das Konzept aufzunehmen.
Bei der Bürgerinformationsveranstaltung zeigte Herr Rüdiger Koch vom beauftragten Ingenieurbüro zunächst die Gesamtsituation am Mühlkanal auf und ging dabei auf die Ausgangslage am Kurzacher Stauwehr und dem Bereich „Gehölz Benzleswiesen“ ein. Er erläuterte vier verschiedene Varianten, die unter Berücksichtigung des geltenden Hochwasserschutzes in einem umfassenden Maßnahmenkonzept ausgearbeitet wurden. Diese unterscheiden sich vor allem darin, auf welcher Länge der Mühlkanal wieder Wasser führen soll.
Die vom Gemeinde- und Ortschaftsrat sowie von der Verwaltung und Ortsvorsteher Eberhard Wolf aktuell bevorzugte Variante 1 sieht eine Inbetriebnahme des Kanals auf seiner gesamten Länge von 1.260 Metern, heißt einschließlich der ehemaligen Mehlmühle, vor.
Auf die Vorstellung des Maßnahmenkonzeptes folgte eine Stellungnahme von Ortsvorsteher Eberhard Wolf, der sich schon seit vielen Monaten mit dem Thema Mühlkanal intensiv beschäftigt. Im Anschluss daran fand eine Aussprache und Diskussion mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Dabei gab es vor allem Nachfragen zur Wassermenge, die der Mühlkanal führen soll. Dazu ist geplant, dass 10 Liter pro Sekunde aus der Kurzach abgeleitet werden, was bildlich einem großen Eimer Wasser pro Sekunde entspricht und ausreichen soll, um den Mühlkanal dauerhaft zu benetzen. Die genaue Entnahme der Wassermenge muss allerdings noch vom Landratsamt Ludwigsburg als unterer Wasserbehörde, die auch die Genehmigung für den Mühlkanal erteilen muss, festgelegt werden.
Ebenso wurden seitens der Teilnehmenden Fragen zum weiteren Umgang mit dem Aquädukt gestellt. Dazu wurde erläutert, dass der Abriss des steinernen Torbogens sowie des Aquädukts vom Zweckverband Hochwasserschutz Bottwartal als Ausgleichsmaßnahme für den Bau der Hochwasserrückhaltebecken im Prevorster und Kurzacher Tal vorgeschlagen wurde und darüber nun das Landratsamt Ludwigsburg zu entscheiden hat. Die Gemeindeverwaltung würde gerne das Aquädukt und die Steinbrücke, unter der Voraussetzung, dass der wichtige Hochwasserschutz dadurch nicht verzögert wird, erhalten. Oberste Priorität hat der Schutz der Bevölkerung sowie der Schutz von Hab und Gut.
„Uns war es und uns ist es auch weiterhin wichtig, die Bürgerinnen und Bürger an den Entwicklungen rund um den Mühlkanal zu beteiligen. Um den Mühlkanal müssen und können wir uns als Gemeinde Oberstenfeld kümmern. Hier wollen wir gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürger gute Lösungen entwickeln und alle Betroffenen und Interessierten mitnehmen“, so Bürgermeister Markus Kleemann abschließend.
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