Sachstand zum Glasfaserausbau Prevorst

Seitens der Gemeindeverwaltung setzen wir uns nun schon seit mehreren Jahren dafür ein, dass es in Prevorst schnelles Internet gibt. Private Unternehmen, die in Deutschland für die Internetausstattung verantwortlich sind, würden dies ohne staatliche Zuschüsse und Förderungen in Prevorst nicht anbieten. Deshalb haben wir verschiedene Aktionen gestartet und Wege gesucht, dass es auch in Prevorst zum Breitbandausbau kommt.
Dies ist uns mit dem aktuellen Projekt gelungen – Prevorst ist eine der ersten Kommunen landesweit, in denen es zum Breitbandausbau durch die gleichzeitige Förderung mit Bundes- und Landmitteln (90%-Förderung gesamt) kommt. Dass uns dies gelungen ist, hängt mit verschiedenen Dingen zusammen. Dazu zählt beispielsweise, dass wir uns dafür in einem interkommunalen Projekt mit insgesamt vier Kommunen aus drei Landkreisen zusammengeschlossen haben. Ein Effekt dieses Projektes ist allerdings auch, dass bei der Maßnahme Landes- und Bundesministerien, Agenturen, Unternehmen usw. mitsprechen. Dies alles führt dazu, dass es bei diesem Projekt aufgrund notwendiger Absprachen und dadurch, dass durch die vielen Beteiligten auch an vielen Stellen Zeitverluste möglich sind, immer wieder zu Zeitverzögerungen kommt – so sagt man uns, wenn wir nachfragen, direkt werden wir über die Verzögerungen oftmals gar nicht informiert. Und diese Konstellation führt dazu, dass wir bei diesem Projekt deutlich weniger mitsprechen können als wenn es sich um ein Bauprojekt der Gemeinde Oberstenfeld handeln würde.
Damit müssen wir vor dem Hintergrund der hohen Fördermittel, durch die es überhaupt erst zur Realisierung kommt, leider umgehen. Doch wir setzen uns beständig für eine zügige Umsetzung ein. Auch unser Prevorster Ortsvorsteher Eberhard Wolf hakt bei den Verantwortlichen immer wieder nach.
Nach aktuellen Informationen der Netze BW und NetCom ist im Gebiet Prevorst der Stand der Tiefbauarbeiten zu circa 95% verrichtet. Die nächsten Schritte sind die Anlieferungen der Schrankoberkörper der Verteiler und deren Installation inklusive technischer Komponenten. Anschließend kann mit Hochdruck das Einblasen der Glasfaser beginnen. Eine technische Fertigstellung kann nach Aussagen der NetCom derzeit auf Ende Mai/Anfang Juni terminiert werden. Es wird eine gemeinsame Inbetriebnahme des kompletten Netzes des interkommunalen Projektes geben, daher müssen erst alle Trassen fertiggestellt werden.
Allgemeine Info für alle Interessenten
Interessenten sollten auf keinen Fall ihre bestehenden Telefon- und Internet-Verträge selbst kündigen. Die Kündigung der Verträge sowie die komplette Anschlussumstellung übernimmt die NetCom BW für jeden Kunden. Damit ist sichergestellt, dass jeder Kunde seine bestehenden Rufnummern beibehält (Rufnummern werden zur NetCom BW portiert) und es zu keinem, durch eine Eigenkündigung verursachten, Netzausfall kommt. Auch wenn bestehende „Telekom“-Verträge in Kürze auslaufen, sollten die Kunden in keinem Fall selbst kündigen und auch keine Neuverträge abschließen. Aufgrund des neuen TKG-Rechts kann jeder Kunde, auch dessen Vertrag sich verlängert hat, ab sofort bei allen Anbietern/Providern monatlich kündigen.
Bisher haben sich die Verträge immer um ein Jahr verlängert - das ist nicht mehr zulässig. Die Verträge verlängern sich ab sofort nur noch monatlich. Die NetCom BW wird die Anschluss-Kündigung nach LWL-Netzinbetriebnahme übernehmen und somit die Kunden innerhalb eines Monats auf das neue VDSL-Netz umstellen (betrifft Kunden, bei denen die Vertragslaufzeit von 24 Monaten bereits überschritten ist). Ausnahme: Neuverträge, welche mit 24 Monate Vertragslaufzeit abgeschlossen wurden. Hier kann der Vertrag erst monatlich nach Ablauf der Erstvertragslaufzeit von 24 Monaten beendet werden.
Informationsveranstaltung
Wir wollen allen Bürgerinnen und Bürgern in Prevorst die Möglichkeit bieten, offene Fragen bei einer Informationsveranstaltung am
11. Mai 2022 um 19 Uhr im Dorfhaus Prevorst
zu klären. Dazu werden Vertreter der NetCom vor Ort sein und Ihnen für technische und vertragliche Fragen zur Verfügung stehen. Bitte melden Sie sich hierzu bis spätestens 9. Mai 2022 bei Frau Romero unter 07062 | 261-57 oder unter romero@oberstenfeld.de an.
Wenn freuen uns darauf, wenn das Projekt abgeschlossen ist und die Bürgerinnen und Bürger das schnelle Internet nutzen können.
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