Eine Woche mit viel Tradition und Virtual Reality

Seit 2005 besuchen sich jährlich abwechselnd Jugendgruppen aus Hercegkút und Obersulm. In diesem Sommer waren die Obersulmer um Jugendreferent Markus Kress und Jugendhausleiter Heiko Zimmer an der Reihe, ihre Freundinnen und Freunde in der ungarischen Partnergemeinde zu treffen.
Die Gastgeber hatten sich ein abwechslungsreiches Programm ausgedacht: Tagesausflüge nach Debrecen und Miskolc wechselten sich ab mit einer Wanderung, einem entspannten Nachmittag am Máder Badesee und der Quatsch-Olympiade mit Geschicklichkeitsspielen.
Insbesondere der Besuch des Agora Science Adventure Centers in Debrecen, einer Lern- und Erlebniswelt ähnlich der Heilbronner Experimenta, beeindruckte die Jugendlichen. Mit über dreißig interaktiven Experimenten und Gerätschaften gab es hier jede Menge zu entdecken und auszuprobieren. Ausgestattet mit einer Virtual Reality-Brille flog Kai Laaber über virtuelle Landschaften. Nur auf Knie und Ellbogen gestützt lag er auf einem mit Sensoren ausgestatteten Metallgestell, das sich in alle Richtungen bewegen ließ. „Das war echt der Hammer - aber auch ganz schön anstrengend, weil man mit dem ganzen Körper die Flugbewegungen ausbalancieren muss“, beschrieb er sein Erlebnis.
Im Lauf der Woche brachten die ungarischen Jugendlichen den Obersulmern traditionelle Volkstänze bei und das traditionelle Speckbraten bei den Weinkellern auf dem Köporos-Berg war für alle ein Genuss. Das ebenso traditionelle Fußball-Länderspiel Deutschland gegen Ungarn konnten die Obersulmer Jungs auf dem Hercegkúter Sportplatz dieses Mal souverän mit 6:1 für sich entscheiden.
Ein Höhepunkt der Woche war das Hercegkúter Kellerfest rund um die malerischen Weinkeller, die Teil des UNESCO-Weltkulturerbes sind. Die 700 Einwohner zählende Gemeinde veranstaltet dieses Weinfest jährlich für Besucher aus der ganzen Region. Bei hochsommerlichen Temperaturen ließen sich auch die Obersulmer den einen oder anderen kühlen Tropfen Tokajer schmecken.
Nach einer kurzen Sightseeing-Tour durch Budapest ging es auch schon wieder zum Flughafen. „Schade, dass alles so schnell vorüber ging. Wir haben aber schon ein paar gute Ideen, wie wir uns im nächsten Sommer in Obersulm revanchieren können“, verriet Sebastian Langer beim Abschied mit einem weinenden und einem lachenden Auge.
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