Ev. Paul-Distelbarth-Gymnasium - Landtag in der Schule: Gymnasiasten fühlen Politikern auf den Zahn

Wilfried Klenk (Foto: H. Löw)
Obersulm: Ev. Paul-Distelbarth-Gymnasium - Affaltrach | So eine Gelegenheit bietet sich für eine Schule nicht alle Tage. Gleich vier Landtagsabgeordnete als Gäste und der stellvertretende Präsident des Baden-Württembergischen Landtages, Wilfried Klenk. Aus den einzelnen Fraktionen im Landtag sind zu Gast im PDG: Carola Wolle - AfD, Reinhold Gall - SPD, Bernhard Lasotta - CDU und Nico Weinmann - FDP. Simon Mundloch von der Klasse 10b hat die Podiumsdiskussion organisiert. "Wir sind gerne zu euch nach Obersulm gekommen. Es gibt nichts Wichtigeres, als junge Menschen den Parlamentarismus nahezubringen und das Interesse an der Politik zu wecken", wendet sich Vizepräsident Wilfried Klenk an die Schüler der Oberstufe und gibt gleichzeitig einen Überblick über die derzeitige zahlenmäßige Zusammensetzung des Landtages. Die Strukturen, von der konstituierenden Sitzung, über die Arbeit in den Ausschüssen, bis zum Tagesgeschäft im Landtag, sind weitere Themen. Wie tickt der Landtag, was machen die, welche Aufgaben haben die Abgeordneten zu erfüllen? Bei den Landtagswahlen gibt's jeweils nur eine Stimme. "Was glauben sie, ist für den Wähler wohl eher die Person oder dessen Parteizugehörigkeit ausschlaggebend?", wendet sich Lehrer Jens Brake an den Vizepräsidenten. Natürlich spiele, nicht zuletzt auch wegen der Ortsnähe, die Persönlichkeit eine große Rolle, meint Klenk. Weitere Diskussionpunkte sind die Verbesserung des Nahverkehrs im ländlichen Raum, die Luftverschmutzung durch Kraftfahrzeuge und Politikverdrossenheit. "Wie wäre es, wenn wir als Bürger über wichtige Zukunftsfragen unserer Gesellschaft direkt entscheiden könnten", kommt die Frage vom Lehrer. Während sich in dieser Frage die Abgeordneten und der Vizepräsident weitgehend einig sind und der parlamentarischen Demokratie klar den Vorzug geben, hält Carola Wolle von der AfD dagegen und verweist auf unsere Nachbarn. "Die Schweiz macht's uns vor. Dort geht es doch auch". Für die Schüler ist dagegen ganz klar. "Es gibt genügend Beispiele, bei denen sich die direkte Demokratie ganz klar als falsch erwiesen hat - man muss sich doch nur die Ergebnisse beim Brexit anschauen". "Ihr habt ja gelernt und gesehen, wie die Kollegen unterschiedlich argumentieren", sagt der Vizepräsident zum Schluss der lebhaften Podiumsdiskussion und ergänzt: "Ich lade euch auch gerne zu einem Besuch zu uns in den Landtag ein".
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