Voiceful keeps moving on - großer Bahnhof inmitten der schwäbischen Toskana

 
von Felix Kuch
Obersulm: Alte Kelter - Eichelberg |

Wirklich ganz großen Bahnhof
machte das Chorwerk Obersulm e. V. und bot in der Alten Kelter in Obersulm-Eichelberg ein mitreißendes Auftaktkonzert zum Start der Celebration Tour von Voiceful the choir.
Die Tickets waren restlos vergriffen, die Zug-Abteile des mitreisenden Publikums voll besetzt und die „Reisekoffer“ prall gefüllt mit einem abwechslungsreichen und überraschenden Repertoire aus Rock/Pop/Soul/Gospel und Lyrics.
Mit richtig viel Dampf im Kessel startete Voiceful the choir mit dem groovigen Gospel: „This Train“ in den Konzertabend.
Ihre Begeisterung übertrug sich mit dem ersten Song direkt auf die Besucher.

„Wir springen nicht einfach auf jeden Zug auf, wir haben unseren eigenen Style“ 

- war in der Vorankündigung zu lesen. Und schon bevor der Chor auf der Bühne stand wurde klar, dass dies keine leeren Worte waren, „fuhren“ doch die 28 Sängerinnen und Sänger mit ihrer Chorleitung Manuela Neuffer und der Band um Thomas Stapf virtuell mit einer historischen Eisenbahn im stilecht in Szene gesetzten „Bahnhof Alte Kelter“ in Obersulm-Eichelberg ein.
Herzliche Worte der Chorleiterin luden das Publikum ein, Ihren Lieblingschor heute ein Stück des Weges zu begleiten - WEIL - so war sich auch Co-Moderatorin Lena Neuffer sicher, es viel mehr Spaß macht gemeinsam zu reisen.
Neuffer machte mit dem „Fahrplan“ für das Auftaktkonzert der Celebration Tour aus jedem Song ein Erlebnis - mal ausgelassen, rockig mal ergreifend, berührend und auch mal gewagt „anders“. Von toller Choreographie profitiere der Ausdruck der Chorsongs, die sich mit Soloeinsätzen und Ensemble-Songs abwechselten, welche durch Chorsolisten und der Chorleitung interpretiert wurden.
So ging z.B. das klar gesungene Solo von Daniela Wenninger im Chorsong „Only hope“ aus dem Film „A walk to remember“ ohne Umwege direkt unter die Haut.
Bei „Love runs out“ entfaltete sich die Rock-Soul Stimme von Marion Gruber voll und ganz und Verena Jaitner glänzte gemeinsam mit zwei Sängerinnen in der Punkrock-Nummer „Steh auf, wenn du am Boden bist“. Der Dolly Parton-Song
„Nine to five“ erklang im erfrischenden Duett von Patricia Kuch und Rebekka Bauer.
Eigene Arrangements und Kompositionen wurden dem Chor auf den Leib geschrieben. So überzeugte z. B. Udo Lindenbergs topaktueller Song „Komm wir ziehen in den Frieden“, von Thomas Stapf wunderbar arrangiert, ergreifend gesungen von Jörg Siller und berührend untermalt durch das Cello von Florentin Birkert.
Einzigartig gelesene Lyrics von Lena Neuffer gaben den Songs Profil und jede Menge Gänsehaut.
Mit dem von Neuffer komponierten Song „Voiceful Singers“ wurde kurzerhand der Zug „gerappt“, und beim Choreigenen „Werbe-Jingle“ blieb kein Auge trocken.
Und wie immer wurde es auch interaktiv, als das Publikum gemeinsam mit dem Chor das obligatorische Mitsinglied anstimmte, und begeistert von „Peace & Love“ sang - an der Querflöte begleitet von Heidrun Rosenberger. Die virtuosen Band-Musiker um Pianist Stapf waren Reinhard Hansen (Kontrabass), Simon Ochs (Gitarren) und Tobias Vogt (Drums), und gaben dem Ganzen einen gekonnt souveränen Groove.

Abschließend brachte Neuffer die zentrale Message mit Ihrem Chor auf den Punkt, und so gab es großes Gefühlskino - mit einer eigenen Adaption von Westernhagen´s „Steh auf“, begleitet von Ingeborg Vogt am Saxophon, ein feuriges Plädoyer für Toleranz und „für andere Einstehen“.

Das Publikum war nicht mehr auf den Sitzen zu halten, und eine Welle des „Aufstehens“ rollte von hinten nach vorne auf die Bühne zu. Vereint stehend und mitsingend empfingen die Mitreisenden die Bord-Crew des „Voiceful-Train“ in ihrer Mitte, und es war völlig klar: „This Train keeps moving on“.

Es folgen 4 Kirchenkonzerte der Celebrationtour von Voiceful the Choir:

*09. November 2019 Ev. Kirche Gochsen um 19:30 Uhr
*10. November 2019 Ev. Kirche Pfedelbach um 19:00 Uhr
*21. März 2020 Ev. Kirche Neuenstein um 19:30 Uhr
*22. März 2020 Ev. Kirche Bitzfeld um 19:00 Uhr

Einlass jeweils 1/2 Std. vorher. Mit Pausenbewirtung. Eintritt jeweils frei.
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