Moshe Zuckermann: Israel nach den Wahlen - Analysen und Perspektiven

Obersulm: Museum Synagoge - Affaltrach | Samstagnachmittag, 14:00 Uhr -  über 70 Zuhörer im Museum der ehemaligen Synagoge in Affaltrach. Moshe Zuckermann aus Tel Aviv berichtete über die politische Situation in Israel nach den Wahlen.
"Warum wird so ein Mann wie Netaniahu gewählt?", die zentrale Frage.
Aktuell ist das Parteiengefüge Israels mehrheitlich geprägt von miteinander konkurrierenden rechten Parteien. Ebenso die Linken, die sich als sog. politische Linke und sozial-ökonomische Linke gegenüber stehen. Paradox die Situation, die sozial-ökonomische Linke (ehemals aus der sozialistischen Zionismusbewegung hervorgegangen) seien heute mehrheitlich Wähler der politischen Rechten, während die politische Linke (Verfechter der Zwei-Staaten-Lösung, bzw. des Rückzugs aus den besetzten Gebieten) heute auf lediglich 6 Mandate kommen. Die Siedlungspolitik (650.000 Siedler heute) stellt inzwischen für die nationalreligiösen Parteien eine unwiderrufliche Tatsache dar. Das West-Jordan-Land sei schließlich Gottesland.
"Israel will keinen Frieden mit den Palästinensern", so Zuckermann. Hätte man das Friedensproblem gelöst, müsste man sich mit innerisraelischen Konflikten auseinandersetzen.
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