Für die letzte Ziffer war zu wenig Platz

Historiker Dr. Joachim Hennze erzählte beim Dachbodengespräch über die seit Jahrhunderten bewährte Heiligenverehrung in unserer Umgebung. (Foto: Thomas Seitz)
1766 oder 1769? Die Gelehrten sind sich nicht einig, ob sich die 250-jährige Standhaftigkeit der Nepomuk-Statue an der Oedheimer Kocherbrücke erst dieses Jahr würdigen lässt. Der Künstler hat sich beim Platzbedarf der vier Ziffern etwas verschätzt. Die nun übergroße Neun könnte auch von einem Restaurator stammen. Weitere interessante Einblicke in die Wirkung der Heiligen, die in unserer Gegend seit Jahrhunderten verehrt werden, gab Historiker Dr. Joachim Hennze beim Dachbodengespräch der Kolpingsfamilie Oedheim. Wissenschaftlich gesichert ist dabei die Wirkung recht unterschiedlich. Während von der souveränen Haltung des Hl. Nepomuk gegenüber König Wenzel zuverlässige Quellen vorliegen, gibt es von Christophorus praktisch keine Lebensbeweise. Trotzdem nennt der Sportwagenbauer Porsche in heutzutage überraschender Gläubigkeit sein Kundenmagazin nach ihm, da er der Legende nach das Jesuskind recht sportlich über einen Fluss trug. In zahlreichen Fotos zeigte Dr. Hennze einen Ausschnitt aus dem Schatz der Bilder, den unsere Vorfahren als Dank für die spürbare Hilfe schufen. Monumentales Beispiel: Die Basilika Vierzehnheiligen mit den 14 Nothelfern, darunter auch drei Frauen: „Margareta mit dem Wurm, Barbara mit dem Turm, Katharina mit dem Radl, das sind die drei heiligen Madl.“
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