Architektenkammer auf Exkursion

Die diesjährige Exkursion der Architektenkammergruppe Hohenlohe führte die Teilnehmer nach Freiburg und ins Umland.
Schon die Übernachtung im Green City Hotel, betrieben von einer gemeinnützigen GmbH als Integrationsunternehmen war ein Höhepunkt. Mitarbeiter mit Behinderung arbeiten in dem mit dem Hugo Häring Preis ausgezeichneten Gebäude mit.
Am 1. Tag wurden die Hohenloher Architekten vom Landschaftsarchitekten Klaus Scheuber durch die nahezu autofreie Wohnsiedlung Vauban geführt. Klaus Scheuber, der selbst in einer Baugruppe in Vauban gebaut hat, legt die Vorzüge des autofreien Wohnens dar. Anstatt von parkenden Autos werden die Wohnwege durch spielende Kinder und Passanten zu Fuß oder mit dem Rad geprägt.
In direkter Nachbarschaft konnte die evangelische Montessori-Schule durch ihr Konzept mit den Lernclustern überzeugen. Das aus einem Architektenwettbewerb hervorgegangene Gebäude bildet den markanten Stadteingang nach Freiburg durch eine Sporthalle im Obergeschoss.
Ein weiteres herausragendes Projekt bildete die Umgestaltung des vierspurigen Altstadtrings in eine Mischnutzung mit Straßenbahnlinie, Fußgängerbereich mit Plätzen und kleine Erschließungsstraßen. An dieses Projekt Rotteckring schließen die neue Universitätsbibliothek und der Platz der alten Synagoge an, die ebenfalls unter fachkundiger Führung besichtigt wurden.

Am zweiten Exkursionstag führte der Weg nach Kirchzarten zur Talvogtei und zur Rainhof-Marktscheune, zwei prämierte denkmalgeschützte Gebäude, bei denen das Spannungsfeld Tradition und Moderne in beeindruckender Weise gelöst wurde.
Ein weiterer Höhepunkt war das neue Tunnelbetriebsgebäude am Ostende des Hugenwaldtunnels bei Waldkirch. Der eingeschossige, mit Cortenstahlblech verkleidete Baukörper liegt wie ein ruhendes archaisches Urgetier in der umgebenden streuobstbestandenen Hügellandschaft.
Den Abschluss der Exkursion bildete der Neubau der Winzergenossenschaft Buchholz-Sexau. Der mit Eichenholz verkleidete einfache Funktionsbau mit Weinverkaufsstelle am Ortsrand nimmt in optimaler Weise Bezug zur umgebenden Weinberglandschaft.
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