Auf Schienen in der Landeshauptstadt unterwegs

Auf Schienen in der Landeshauptstadt unterwegsEine Stadtrundfahrt der ungewöhnlichen Art erlebten rund 70 Mitglieder und Freunde des Öhringer Eisenbahnclubs ECÖ in der Landeshauptstadt Stuttgart. Es wartete nämlich keiner der üblichen Sightseeing-Busse auf die Hohenloher Truppe, sondern ein mehr als 38 Meter langer hochmoderner Stadtbahnzug der Stuttgarter Straßenbahnen von der Reihe DT 8.14 (DT=Doppeltriebwagen), mit mehr als 100 Sitzplätzen und rund 1300 PS aus acht Motoren. Dass diese gewaltige Motorleistung und der Allradantrieb absolut notwendig sind wird klar, wenn man sich die Stuttgarter Topographie vor Augen hält, die von allen deutschen Großstädten wohl die schwierigste ist. Die Innenstadt, in der weiten Talaue des Nesenbachs gelegen, weist kaum Steigungen auf. Weil die Stadt aber an den Talhängen hinauf bis auf die Hochebenen gewachsen ist, gilt es dort mehr als 200 Höhenmeter zu überwinden. Das Problem: Die Hänge sind sehr steil uns so mussten schon in früheren Zeiten für Kutschen und Fuhrwerke lange Serpentinen angelegt werden, denen der Verkehr heute noch folgt. Den Aufstieg in gerader Linie schaffen nur die Zahnradbahn und die Seilbahn. Den Stadtbahnpassagieren bieten sich von den Serpentinen aus immer wieder herrliche Ausblicke auf das Stadtpanorama, das Verkehrsplaner Gerhard Schnaitmann und Thomas Moser von der SSB als kundige Begleiter mit Begeisterung zu erklären verstanden. Kreuz und quer steuerte der umsichtige Fahrer seinen Zug durch die württembergische Metropole, von Mühlhausen (228 m) bis hinauf zur Station "Ruhbank" beim Fernsehturm, rund 500 Meter hoch gelegen. Nach mehr als drei Stunden Schienenkreuzfahrt waren sich die Teilnehmer einig, dass sie in den Genuss einer ganz besonderen Stadtrundfahrt gekommen waren.
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Eva-Maria Heidenwag aus Neuenstadt | 13.07.2018 | 06:50  
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