Ausflug der Imker: Herr Brömmel und die Bienen

Werner Seip berichtet aus seinem enormen Erfahrungsschatz

Der Jahresausflug des Bienenzuchtvereins Hohenlohe-Öhringen führte im voll besetzten Reisebus zur traditionsreichen Imkerei Werner Seip nach Butzbach/Ebersgöns. Dort bewirtschaftet Seip zusammen mit 22 Mitarbeitern über 500 Bienenvölker. Gleich zu Beginn wartete er mit einer Überraschung auf: Für ihn sei Honig nur ein Nebenprodukt, für dessen Ernte, Verarbeitung und Vertrieb er mangels Saisonkräfte keine Zeit habe. Die Schwerpunkte seines Einkommens sind daher der Verkauf von Ablegern und die Königinnenzucht. „In meinem Arbeitsleben habe ich schon Tausende Königinnen verkauft, in die ganze Welt!“ In zwei Tagen wird er 320 Königinnen zur Post bringen. Vor dem Wirtschaftsembargo lieferte er sogar bis nach Russland.
Einen besonderen Vorzug genießen die Imkervereine in seiner Nachbarschaft. Sie erhalten jedes Jahr eine Bienenkönigin pro Volk zum Nulltarif. Dass dadurch in der gesamten Region eine besonders sanftmütige Bienenpopulation geschaffen werde, merkten die interessierten Imker bereits am Flugverhalten der heimkehrenden Bienen. Diese warteten geduldig und ohne zu stechen, bis die zahlreichen Besucher ihnen den Weg zu ihren Einfluglöchern wieder freigaben. So entspannt wie die Bienen waren auch die übrigen Tiere des Betriebes: Hühner, Enten, Hunde, Lamas, Schildkröten und speziell der zutrauliche Gockel „Herr Brömmel“, dessen Fuß gerade erfolgreich mit Manukahonig behandelt wird, nachdem andere Arznei nicht wirken wollte.
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