Die Zarge zwischen Ingelfingen und Nagelsberg

Zarge
Die Zarge zwischen Ingelfingen und Nagelsberg
Die Burg Alte Zarge liegt an dem einmündenden Tal des Deubachtal in das Kochertal. Von der Burg stehen heute nur noch die wuchtige Schildmauer und kaum erkennbare Überreste eines verlandeten Grabens. Die Burg war ursprünglich über 500qm groß und lag direkt zwischen Burg Nagelsberg und Lichteneck.

Zu der Zeit, da auf dem gegenüberliegenden Kocherstein ein Ritter Kuno mit seiner Gemahlin Mechthild gewohnt habe, soll auf dem gegenüberliegenden Talhang ein Frauenkoster gestanden haben, von welchem die Zarge ein baulicher Überrest sei. Der Ritter sei des Nachts öfters auf Stunden spurlos aus seinem Schloss verschwunden. Mechthild sei bald darauf gekommen, dass der Gemahl unter Benutzung eines unterirdischen Ganges den frommen Klosterfrauen nächtliche Besuche abstattete. Von Eifersucht geplagt töte Mechtild ihren dem Anschein nach untreuen Gatten mit Hilfe eines herabfallenden Stein am Höhleneingang. Kuno wurde tödlich getroffen, blieb eingezwängt stecken und wurde im Lauf der Zeit durch herabtropfendes kalkhaltiges Wasser vom Kopf bis zum Fuß mit Tuffstein überzogen. Natürlich wollte die betrogene Ehefrau auch die Nonnen bestrafen. Sie ließ nach der Sage alle Türen und Fenster des Klosters zumauern, so dass die Klosterfrauen elendig zugrunde gingen. Später, allerdings zu spät, soll die Rachsüchtige zu der Überzeugung gekommen sein, dass die nächtlichen Ausflüge Kunos harmlos waren und er dort nur fromme Andachten besuchte. Da bereute Mechthild ihre schrecklichen Taten von ganzem Herzen. Sie wurde Nonne und schenkte ihr ganzes Hab und Gut dem Kloster Gnadental. So steht es geschrieben auf der Hinweistafel der Ruine.
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