Das Öhringer Modell informiert

Kunststoffe und Mikroplastik in der Natur: Interessiert verfolgten über 90 Zuhörer das Referat von Manfred Kühn.
In der jüngsten Veranstaltung informierte Manfred Kühn über 90 Zuhörer über "Kunststoffe und Mikroplastik in der Natur". Das hinlänglich durch die Medien bekannte Gefahrenpotential wurde detailliert dargestellt und mündete in die Frage, wo der Einsatz von Kunststoffen überhaupt zwingend notwendig ist, wo möglich und wo die Verwendung von Kunststoffen absolut überflüssig ist. Das grundsätzliche Hauptproblem ist stets die sachgerechte Entsorgung. Und hier liegt es im Argen, wie der Referent durch zahlreiche Fotos untermauern konnte. Abfälle, gedankenlos aus dem Autofenster entsorgt, müssen durch die Straßenmeistereien mühsam und auf Kosten der Allgemeinheit beseitigt werden. Millionen von weggeworfenen Coffee-to-Go-Bechern fallen dabei ebenso ins Gewicht, wie Plastikteile- und Folien aller Art. Nicht ordnungsgemäß entsorgt, zerfallen die Kunststoffe, emittieren Chemikalien und verseuchen auf diese Weise nicht nur das Grundwasser, sondern dringen auch in die Böden ein und sind in landwirtschaftlichen Nutzpflanzen bereits nachweisbar und tangieren so die Nahrungskette. Der zweistündige, eindringlich gehaltene Vortrag kann zusammengefasst werden: Nicht die Kunststoffe sind das Hauptproblem, sondern der Umgang mit ihnen. Und hier, so der Referent, mangelt es deutlich an nachhaltiger Aufklärung.
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