Ruhe finden am plätschernden Bach

Öhringen: Landesgartenschaugelände Cappelaue | Am Ohrnwehr kann man wildromantische Naturkulisse genießen! Das Ohrnwehr am Radweg vom Freibad hinaus zum Limes Park hat es Volker Wagner (40) besonders angetan. Seit er bei einer Jogging-Runde im Januar das lauschige Plätzchen entdeckt hat, zieht es den jungen Mann immer wieder dort hin. "Die Sonne schien damals so schön auf die Ohrn. Da dachte ich: Verweil' hier ein bisschen". Zu einem richtigen Lieblingsplatz ist die Stelle für Volker Wagner in all den Monaten geworden. Vogelzwitschern ist zwar nicht zu hören. Zu laut rauscht das Ohrn Wasser das Wehr und die 2001 fertig gestellte Fischtreppe hinab. Die Bach-Idylle vermag den Spaziergänger dennoch zu bannen. Wildromantisch ist die Szenerie, die sich dem innehaltenden Betrachter bietet. Von Cappel her kommend, mäanderte der Lauf der Ohrn mit spiegelglatter Oberfläche dem alten Wehr zu. Das Wehr hat eine lange Geschichte: Es ist das Wehr der ehemaligen Pfaffenmühle. Etwa an dieser Stelle, so ist zu erfahren, muß einstmals auch der Limes die Ohrn gekreuzt haben. Trifft das Wasser hier auf Wehr und Fischtreppe, ist es vorbei mit der beschaulichen Ruhe. Plätschernden und rauschend stürzt der Fluss sich hinab, kräuselt sich um dicke Steinbrocken, die überwuchert von feuchtgrünem Moos im Bachverlauf liegen, und beruhigt sich dann wieder auf seinem Weg weiter gen Öhringen. Wer sich auf den großen Blöcken aus heimischem Muschelkalk niederlässt, so wie Volker Wagner, und dem Schauspiel zusieht, dem mag es nicht langweilig werden. Nicht zuletzt trägt auch die wilde Naturkulisse aus abgestorbenen Ästen und einem großen, ausgehöhlten Baumstamm das Ihre dazu bei, daß man noch ein wenig Verweilen und schauen mag. Wer sich ganz still verhält, sieht dann vielleicht sogar einen türkis schillernden Eisvogel vorbeifliegen oder einen Reiher majestätisch im Wasser stehen - auf der Jagd nach dem Abendessen. "Von der schönen Stimmung kann Volker Wagner (der rasende Reporter der meinestimme.de.) nicht genug bekommen. Und so lässt er sich denn auch immer wieder aufs Neue von ihr einfangen. Woche für Woche führte ihn sein Weg ans Wehr." Ich setze mich für zehn Minuten ans Wasser und lausche, wie schön die Ohrn rauscht", erzählt der junge Mann. Und während er auf den Fluss blickt und erzählt, begeistert er sich auch an diesem Spätnachmittag wieder fürs Glitzern Funkeln der Sonne auf der Wasseroberfläche. "Es glitzert so, als ob uns jemand von da oben einen Sternenhimmel zeigt", freut Volker Wagner sich. 
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