Natur holt sich Besitznahme Layherbaustelle zurück

 

Die Natur holt sich die Besitznahme der Layherbaustelle zurück. Da ist eine neue Bewertung des IST-Zustandes nötig, denn nach Abtrag und Wegschieben des Oberbodens ist vielfach Kamille und andere Feldflora aufgegangen wo die giftige Verzinkungsfabrik hinbetoniert werden soll. Da ist kein intensiv genutzter Acker mehr, sondern ein extensives Biotop. Das wird wertvoller sein, als ein Gründach mit nur 12 cm totem Substrat.

In diesem Beitrag zehn sommerliche Bilder, aufgenommen 20.6.20 beim ohne rechtskräftigen Bebauungsplan, ca 12 -14 Hektar großen geschaffenen Baufeld Layher-Verzinkungsfabrik bei Frauenzimmern an der Zaber.

Die Natur holt sich die Besitznahme der Layherbaustelle zurück. Da ist eine neue Bewertung des IST-Zustandes nötig, denn nach Abtrag und Wegschieben des Oberbodens ist vielfach Kamille, Mohn, Borretsch und andere Feldflora aufgegangen wo die giftige Verzinkungsfabrik hinbetoniert werden soll. Besonders im südlichen Bereich, im nördlichen Bereich beginnt gerade krautiges Grün zwischen und auf den Erdhügeln mit der Heilung der vorzeitigen Eingriffe. Dazwischen Tümpel. Da ist kein intensiv genutzter Acker mehr, sondern ein extensives Biotop. Das wird wertvoller sein, als ein Gründach mit nur 12 cm totem Substrat, dass man mitsamt schweren Gebäuden und ungesunden Bädern draufstellen will. Man sieht, was im Zabergäu möglich ist und welches Potential die Natur ganz ohne grünordnerische Planung doch noch hat, nachdem Archäologen abgezogen sind und die Bewirtschaftung ruht. Falls es jemals zur Unterzeichnung des vorhabenbezogenen Bebauungsplan durch den Zweckverband Wirtschaftsförderung Zabergäu kommt, würde in den Dokumenten fälschlicherweise ein intensiv genutzter Acker als Ist-Zustand beschrieben werden.

Wie sooft dargelegt (* siehe unten), Layher und der Zweckverband müssen die Baustelle bei richtiger Auslegung der Gesetze aufgeben. Wie Beispiele von noch tieferen Abbaugeländen, wie z. B. Kiesgruben am Oberrhein zeigen, ist eine Renaturierung möglich. Ggf sogar Heilung und der Zweckverband könnte mit der Auflage zum Ökolandbau, Weidebewirtschaftung, Agroforstwirtschaft verpachten. Denn auch Landwirtschaft ist Wirtschaft, welche die hiesige Wirtschaftsförderung aber irgendwie nicht im Sinn hat.

Vielleicht denkt der eine oder andere unbedarfte Radfahrer jetzt, welch nette kleine Gartenschau oder Renaturierungsexperiment durchgeführt wird, bevor sich die Beteiligten in Verwaltung und kommunalen Parlamenten bei weiterer Verfolgung der Sache in den bösen Albtraum manövrieren, der jede Tourismuswerbung obsolet macht. Man beachte bei den Bildern die jetzt noch möglichen Blicke zur prämierten Winzergenossenschaft, Dorf Frauenzimmern und Heuchelberg. Noch.

* zu "wie sooft dargelegt:
Stellungnahmen zum Vorentwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Langwiesen IV 2018, Entwurf 2019, Änderung des Entwurfs 2020. Gegenüber dem Landratsamt, Regierungspräsidium, Staatsministerium mit dem grünen Ministerpräsident Kretschmann. Gemeinderäte, Bürgermeister und Abgeordnete. An die Redaktion ZDF Frontal21 was zum Beitrag im ZDF am 12.11.2019 führte. In zabergaeu2040.de
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