Kommunen, das Land riskieren Millionen Tote, Flucht, Dürre, Katastrophen

Prognose des Temperaturanstiegs auf 1,5 Grad und über den Bereich des Holozäns hinaus. (Foto: IPCC)
 
Potential der Landwirtschaft zur CO2-Senkung (Foto: CLARA)
 
Business as usual und Änderungen der Landnutzung (Foto: CLARA)
 
Anstieg des CO2-Anteils in der Luft auf über 400ppm in 2017 (Foto: Harald Lesch)
 
Schnappschuss der Temperaturanomalie von Anfang der 1980er (Foto: Harald Lesch)
 
Weltweite Kippelemente (Foto: Potsdam Institut für Klimafolgenforschung)

Der Anfang Oktober herausgebene IPCC-Bericht zum 1,5-Grad-Ziel hat das Zeitfenster zum Handeln deutlich verkürzt. So lange wie die Kohlekommission denkt, ist es nicht. Es braucht Handslungspfade in allen Bereichen. Auch der Landsektor kann einen erheblichen Beitrag zur CO2-Senkung beitragen.

Inhalt:
  1. Mit Hurra in die Klimakatastrophen
  2. Der IPCC-Bericht zum 1,5-Grad-Ziel - wir haben keine 20 Jahre mehr Zeit
  3. Gefährliche Kipppunkte ab 1,5 Grad
  4. Absage an Geoengineering-Technologien
  5. Die Bedeutung von Streuobstwiesen, lebendige Böden und ökologische Landwirtschaft für den Klimaschutz
  6. Forst stellt sich ohne Forderungen zum Klimaschutz auf die Veränderungen ein
  7. Umweltterror? - Wachstumskritik im Zabergäu
  8. Gleichberechtigter Diskurs nötig. Der Bericht des UN-Weltklimarats ist seit 8.10.2018 das Gesetz.

Mit Hurra in die KlimaKatastrophen


Mit Hurra auf das Wachstum steuert Baden-Württemberg auf gefährliche Kippelemente der Erde zu
. Golfstrom bereits 15% geschwächt? Dürre, Ernteausfälle, Waldschäden? 18 Millionen Klimaflüchtlinge in 2017? Feuersbrünste? Stürme, Starkregen, Hagel? Zerstörte Häfen? Das Jahr 2018 ist voller Schlagzeilen biblischen Ausmaßes. Doch das rührt weder sogenannte „bürgerliche“, „konservative“, „realpolitische“ Bürgermeister, Gemeinderäte, Kreisräte, Landrat im Kreis Heilbronn noch den grünen Ministerpräsidenten Kretschmann und Kanzlerin Merkel.
Prämisse ist das weiter so für die Exportweltmeisterschaft und geplante Wachstumszahlen. 2018 wurde öffentlich von Amtsträgern festgestellt, dass der Klimawandel bereits zu empfindlichen Schäden führt und das in den nächsten Jahren nicht besser wird. Wo ist das Wort der Schultes und Minister, die Pressestimme, das diese Meldungen mit Wachstumskritik zusammenbringt? Siehe HN Stimme, 9.10.18 zum IPCC-Bericht "Nur schnelles Handeln bremst den Klimawandel". Seiten weiter wird wieder der Landnahme durch Weltmarktführer gehuldigt. Will man nicht den Glauben an die Religion Wachstum gefährden? Das neoliberale Weltbild nicht erschüttern, die deregulierte, entfesselte Wirtschaft wird’s schon richten und allen Wohlstand bringen? Echt realpolitisch und konservativ im besten Sinne ist, was für die Bürgerinnen und Bürger die Aufgaben des IPCC-Berichts zum 1,5 Grad Ziel und der zur Neige gehenden Ressourcen (z .B. Sand für Beton) aufgreift und nicht roboterartig einem homo oeconomicus gleich der Wirtschaft nach dem Mund redet.
Zahlreiche Bewegungen zeigen ein anderes Bild von Wohlstand und gutem Leben, so die Gemeinwohlökonomie von Christian Felber, Postwachstumsökonomie von Niko Paech, Plurale Ökonomik Cusanus Hochschule, attac AG Jenseits des Wachstums, attac AG Energie, Klima, Umwelt, Transition Initiativen / -Städte, citta-slow, Sonnenseite von Franz Alt, Wohlstand ohne Wachstum von TIm Jackson, Fabian Scheidler (Das Ende der Megamschine) Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft

Der IPCC-Bericht zum 1,5-Grad-Ziel - wir haben keine 20 Jahre mehr Zeit

Seit der Weltklimakonferenz 2010 in Mexico wurde empfohlen, eine Erwärmung gegenüber dem vorindustriellen Niveau auf maximal 2 Grad zu begrenzen. 2 Jahre nach dem Pariser Gipfel 2016 wurde nun das Ziel deutlich verschärft: 1,5 Grad gelten jetzt als Limit, denn das 2 Grad Ziel ist zu risikoreich. Der Weltklimarat IPCC, ein ständiger wissenschaftlicher Ausschuss der UN, bekam 2016 von der Weltgemeinschaft den Auftrag zu prüfen, ob das 1,5 Grad Ziel denn überhaupt zu halten ist. Der Weltklimarat hat nun im am 8. Oktober herausgegebenen Bericht festgestellt, JA das geht, jedoch haben die Menschen und ihre Regierungen keine Zeit mehr noch mal 20 Jahre zu verbummeln und Zugeständnisse an die Wirtschaft oder irgendwelche Mauscheleien mit kaufmännischen Transfers von Emissionen zu machen. Von den 1,5 Grad sind bereits 1,1 Grad erreicht, es bleibt ein Puffer von nur noch 0,4 bis 0,5 Grad. Bei einem weiter so wird die globale Mitteltemperatur bereits in den 2040er Jahren die 1,5 Grad Schwelle erreichen, derzeit steuern wir sogar auf eine 3 bis 4 Grad wärmere Erde zu.

googlebar:
IPCC-Bericht - Global Warming of 1.5 °C
Zusammenfassung der deutschen Teilnehmerin Linda Schneider (Heinrich-Böll-Stiftung) bei den Verhandlungen in Incheon, Korea am 8.10.2018
Wochenzeitung Der Freitag: Planet auf Tauchgang, Hinweis zum IPCC-Bericht 4.10.18
Sächsische Zeitung: Weltklimarat favorisiert 1,5-Grad-Ziel, zu große Risiken beim 2-Grad Ziel, 8.10.18
Heilbronner Stimme: Nur schnelles Handeln bremst den Klimawandel, Die Vereinten Nationen fordern Mut zum Umdenken. Schlimmere Katastrophen können noch vermieden werden, heißt es in einem nun vorgestellten Bericht zum Klimawandel. Club-of-Rome-Präsident von Weizsäcker sagt: Wir sind nicht ehrgeizig genug., 9.10.18
Physiker Harald Lesch auf youtube: Nur die Dummen trödeln noch, November 2016 auf der Agrarkonferenz der Grünen im Bundestag zu Klimawandel und Welternährung. Lesch: "Wir sind der Meteoriteneinschlag"

Gefährliche Kipppunkte ab 1,5 Grad

Gegenüber heutigen Bedingungen hat eine 1,5 Grad wärmere Erde bereits drastische Folgen, 2 Grad sind katastrophal. Nur mit 66-prozentiger Sicherheit wäre nach wissenschaftlicher Meinung ein um 2 Grad erhitztes Klima noch beherrschbar. Zwischen 1,5 und 2 Grad werden gefährliche Kipppunkte erreicht. Mit deren Effekten kommt es teils zur Beschleunigung des Klimawandels, teils zur irreversiblen Störung der Ökosysteme und Lebensbedingungen: Schmelzen der reflektierenden Polkappen, auftauen der Methan-speichernden Permafrostböden, abschwächen der Nordatlantischen Umwälzpumpe, absterben der Regenwälder und borealen Wälder, insgesamt 16 Elemente gibt es. Es gibt viele komplexe Effekte, so führt der CO2 Anstieg zur Versauerung der Meere, der Temperaturanstieg lässt nicht nur das Eis schmelzen, sondern auch den Wasserkörper ausdehnen. 
Packt die Menschheit den Ehrgeiz, das 1,5 Grad Limit zu halten, werden gegenüber dem 2 Grad-Szenario weniger tiefliegende Gebiete überschwemmt, weniger Äcker versalzen, nicht alle Korallenriffe verschwinden. Auch das Artensterben wird auch weniger extrem. Die jetzt schon registrierte Dürre im Sommer und Wetterextreme werden auch bei 1,5 Grad mehr werden als bei den jetzigen 1,1 Grad, bei 2 Grad werden sehr viele Gegenden unfruchtbar werden.

googlebar:
Potsdam Institut für Klimafolgenforschung - Kippelemente

Absage an Geoengineering-Technologien

Bei den Pfaden zur Erreichung des Ziels erteilt der Weltklimarat den Geoengineering-Technologien eine Absage (Kapitel 4 des Berichts). Methoden zur Reduzierung der Sonneneinstrahlung sind zu risikoreich (Abkühlung hier, Dürre dort), verringert nicht die für Steinkorallen schädliche CO2-Konzentration, macht eingetretene Kipppunkte nicht rückgängig und macht für alle Ewigkeit abhängig von der Technologie. Gleiches gilt für die Kohlenstoffspeicherung im großen Maßstab. Im Rahmen von Monokulturen haben dies auch negative Auswirkungen auf Energie- und Wasserverbrauch, die Ökosysteme sowie Rechte auf Landnutzung. CO2 kann nicht für alle Ewigkeit in den erforderlichen Mengen gebunkert werden.

Gefahren und Risiken des Climate Engineering
http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.ph...(SRM)

Die Bedeutung von Streuobstwiesen, lebendige Böden und ökologische Landwirtschaft für den Klimaschutz

Es braucht Handlungspfade auf allen Ebenen und in allen Bereichen. So kann der Landsektor erheblich zur Senkung der CO2-Emmission und Speicherung von CO2 beitragen. Der IPCC nennt bereits die nachhaltige Bodennutzung, Landwirtschaft und sparsamen Fleischkonsum als Klimaschutzpfad (Kapitel 4, 5). Das CLARA-Netzwerk (Climate Land Ambition & Rights Alliance) hat diese Pfade im Detail herausgearbeitet und am 15. Oktober hierzu einen die 1,5-Grad Forderung des IPCC ergänzenden Bericht herausgegeben.

Die Sicherung der Böden vor weiterer Umnutzung für Siedlungs- und Verkehrsflächen und die Agrarwende können zusammen mit weltweit begangenen Pfaden im Bereich der Landnutzung zu einer jährlichen Minderung der CO2-Emissionen von 7,5 Gigatonnen führen, durch Agroforstwirtschaft können jährlich 1,04 Gt CO2 gebunden werden. Gerade auch in Europa, Deutschland und Baden-Württemberg besteht erhebliches Potential. Insgesamt braucht es eine Abkehr von der erdölbasierten Landwirtschaft. Die jährlichen Emissionen CO2 betragen aktuell 41 Gigatonnen.

googlebar:
CLARA Report - Missing Pathways to 1.5°C, die Bedeutung des Landsektors für ambitionierte Klimapolitik
mit deutschter Zusammenfassung


Der CLARA-Bericht nennt die Einführung von mehrjährigen Arten wie Obstbäumen und Integration der Fleisch- und Milchproduktion auf der Landschaftsebene als Maßnahme zu hohen Kohlenstoffspeicherung. Was hier beschrieben wird, sind nichts anderes als die in Baden-Württemberg (noch) häufig vorkommenden Streuobstwiesen. Damit käme man wieder zur traditionellen Nutzung der Streuobstwiesen zurück, ihre Bedeutung würde wieder steigen. Die damit verbundene Abkehr von der massenhaften reinen Stallhaltung mit den erforderlichen Futtermittelmengen würde auch den Import von (Gen-)Mais und (Gen-)Soja aus Amerika unnötig machen. Der Druck auf den Regenwald und Auslaugung der Böden dort wird gemindert. In Deutschland muss das Weideland wieder gestärkt werden, was dann mit der Reduktion der Produktion von Futtermitteln und Verfütterung von Lebensmittelresten einherzugehen hat. Weltweit könnte allein mit dieser Maßnahme 4,5 Gigatonnen CO2 jährlich eingespart werden. Das würde natürlich einen Wandel beim Fleischkonsum und Wertschätzung der Produkte bedingen.


Die Abkehr vom synthetischen Stickstoffdünger, dessen Produktion sehr energieintentiv ist, könnte nochmal eine Einsparung von 0,69 Gt CO2 bewirken. Die biodynamische Feldbewirtschaftung schafft wieder lebendige Böden mit Aufbau einer Humusschicht. Die kräftige Erde mit vernetzten Strukturen schützt dann nicht nur vor der Erosion, sondern kann viel besser Kohlenstoff binden, als die vom synthetischen Dünger und intensivem Anbau ausgelaugte Erde.


Eine ertragreiche Landwirdschaft, welche die Weltbevölkerung ernähren kann ist auch und gerade ökologisch möglich. Als Komponente gehört auch die Agroforstwirtschaft dazu, welche Bäume in die landwirtschaftlichen Flächen integriert. Sie wirken sich positiv auf den Wasserhaushalt, Humusbildung, Erträge und Erosionsschutz aus.

Forst stellt sich ohne Forderungen zum Klimaschutz auf die Veränderungen ein

Auf der Gemeinderatssitzung am 24.10. in Pfaffenhofen wurde der Waldzustandsbericht vorgestellt. Die Entwicklung entspricht den Voraussagen der Klimaforscher. Das Jahr 2018 passt da genau rein. Regensenke im Sommer, massig Niederschläge im Winter, der Regen kommt also zur falschen Jahreszeit. Stürme, Hitze, Trockenheit, Käfer. Der Forst akzeptiert die Verdrängung der heimischen Arten wie die Buche, statt eine andere Klimapolitik zu fordern. Die Überlegungen gehen in Richtung Einstellung auf den Klimawandel, keine Bekämpfung der Ursachen.

googlebar:
fva-bw, Forstliche Versuchsanstalt Baden-Württemberg, aktuelle Publikationen
Waldzustandsbericht 2018 (PDF)
FVA Projekt: Auswirkung des Klimawandels - Klimakarte,
Projektdetail: Auswirkung des Klimawandels auf Wälder in Ba-Wü
Klimakarte Buche 2010 / 2050
Niederschlagstabelle LUBW
Der Gesamtniederschlag im Jahr zeigt in den Modellergebnissen keine signifikanten Veränderungen. Allerdings verteilen sich die Niederschläge auf das Jahr anders: Im Winter werden danach die Niederschläge tendenziell zunehmen und im Sommer tendenziell abnehmen. Im Sommer können daher künftig – bedingt durch höhere Temperaturen und Verdunstung – eine ungünstigere klimatische Wasserbilanz und längere Trockenzeiten für Arten und Lebensräume und auch für die land- und forstwirtschaftliche Nutzung relevant werden.


Umweltterror? - Wachstumskritik im Zabergäu

2018 kam das Wort „Wachstumskritik“ ins Zabergäu, initiiert durch die unsägliche Fortführung des Industriegebiets Langwiesen wie auch der aus Zeit gefallene Griff nach einer Streuobstwiese in Pfaffenhofen für ein Wohngebiet und die beabsichtigte hemmungslose Umnutzung von fruchtbaren Äckern. Dies völlig im Widerspruch zur angesagten Reduktion des Flächenverbrauchs auf NULL. Das CLARA-Netzwerk hat im obigen Abschnitt dargestellt, wie wichtig gerade auch Streuobstwiesen, Rückkehr zur Weidehaltung, lebendige Ackerböden für die Senkung des CO2 in der Atmosphäre sind. 400 ppm seit 2017 sind zuviel!

Anscheinend wird man auf höheren Rängen nervös und reagiert bei Erfolgen der Umweltseite für die gute Sache mit verbalen Angriffen und Diskreditierung des BUND. Auf der Gemeinderatssitzung Pfaffenhofen am 24.10.2018 bezeichnete Bürgermeister Böhringer mein Handeln im Zusammenhang gegen die Vorhaben Layher Werk 3 und Wohngebiet Gehrn Erweiterung West als Umweltterror. Meine Frage war: "Ist der Einbau der Klimaanlage im Rathaus die Antwort auf den Klimawandel, den Sie (Herr Bürgermeister) mit Projekten wie dem Baugebiet Gehrn und dem Layher Werk 3 weiter anheizen?" Wehret den Anfängen kann man da nur sagen, denn in den USA wurden unter dem Vorwand des Terrorismus Umweltschützer von der NSA ausgehorcht.

Ich lasse mich bei meinem Vorwurf, die Bevölkerung im Gäu und Landkreis habe im Durchschnitt ein rückständiges Umweltbewusstsein und sei obrigkeitshörig gerne eines besseren belehren. Dann erwarte ich
  • höheres Interesse am Tal, statt nur in der Fahrzeugkabine, womöglich eines SUVs auf der Landstraße zu rauschen
  • mehr Fieber für die Landschaft, statt dass ich Gleichgültigkeit sehe was aus Landschaftsbildern, Lebensräume für Tiere, Pflanzen Menschen wird
  • einen Erkenntnisprozess der Kommunen in Bezug zum Naturpark Stromberg-Heuchelberg
  • dass sich Späße wie eine neue Gerüstfabrik auf fruchtbarem Acker, um noch schneller für den Einmalgebrauch von Gerüsten in chinesischen Schiffswerften produzieren zu können verbieten (Überhaupt muss der regionale Handel, kurze Verkehrswege wieder mehr Gewicht gegenüber dem irren globalen Handel und gegen selbstbestimmte Regulierung, Daseinsvorsorge und Nachhaltigkeit gerichtete Abkommen wie CETA, JEFTA, TTIP bekommen.)
  • Anerkennung der Kapazitätsgrenzen des Naturparks und Zabertals
  • die kritische Überprüfung vom Verhältnis von Wohnflächen und Gewerbegebieten. Das kann zu einem entspannten Umgang mit Arbeitsplätzen führen statt zu fabulieren für die Stabilität des Zabergäus brauche es weitere Fabriken vor der Haustüre.
  • Es wird mehr Fahrrad gefahren, zu Fuß gelaufen, es wird alles für die Zabergäubahn getan.
  • Felder werden nicht mehr als Verfügungsfläche für Industrie gesehen. Kein weiterer Flächenverbrauch. Auch eine Streuobstwiese wird dann ganz selbstverständlich nicht angerührt. Der Zuzug wird nicht herbeigeredet, nur um ein Wohngebiet patchworkartig anzuhängen. Aussprachen wie „Es gibt Anfragen“, „Der darf das“, „Der bekommt was er will“ führen nicht automatisch zur Beschlagnahme wertvoller Ackerflächen und Natur
  • Die Zabertalstraße wird zurückgenommen. Unter dem Vorwand einer Umgehungsstraße wird sie der Erschließung weiterer Industriegebiete dienen, so östlich Pfaffenhofen. Viele für Gewerbe und Industrie vorgesehene Flächen sind so noch gar nicht in der Landschaft sichtbar. Auf Langwiesen IV Teil1 droht bei der aktuellen Haltung der Zweckverbandsgemeinden Teil 2 bis zur Straße. Das Zabergäu droht ohne Sinneswandel zum Industriemoloch zu werden.
  • eine nachhaltige Praktizierung der gesetzlich vorgesehenen bundesweit orientierten Raumplanung, statt Industrie hierzulande zu konzentrieren.
  • dass die Kirchengemeinden nicht nur am Erntebittgottesdienst für die Schöpfung und Felder werben, sondern auch im Gespräch mit der Politik diese verteidigen.
  • dass in den Orten integrierte Kleinstrukturen eine Chance bekommen, statt Milliardären des Handels mit ihren Großstrukturen auf ehemaligen Feldern zu huldigen.

Diejenigen, die die Kritik am Layher Werk 3 nur hinter vorgehaltener Hand aussprechen, müssen die Kritik laut aussprechen. Ich wünsche mir mehr Zivilcourage mit der es vor Aktionen keine Rückzieher gibt, Flyer ausgelegt und verteilt werden, Unterschriften zusammenkommen, große Bürgerinitiativen für die Natur sich bilden können und Demonstrationen großen Zulauf finden. Man kommt dann auch nicht untertänigst mit einem gleich großen Alternativvorschlag für eine Fabrikplanung daher.

auch auf meine.stimme.de:
Baugebiet Gehrn West durch BUND vorerst gestoppt. Mängel in den Gutachten
Zur Verdopplung des Flächenverbrauchs in 2017: Ziel verfehlt
Der Flächenverbrauch geht weiter- Ackerland wird vernichtet!

Gleichberechtigter Diskurs nötig. Der Bericht des UN-Weltklimarats ist seit 8.10.2018 das Gesetz.

Der Gemeinderat ist nicht das geeignete Gremium, diese notwendigen Zukunftsfragen zu behandeln, wenn der Bürgermeister deren Tragweite nicht sieht, auf kritische Fragen keine Antwort gibt und weitere Erörterung unter den Gemeinderäten mit Gästen nicht gestattet ist. Alle Diskutanten müssen gleichberechtigt auf gleicher Ebene diskutieren können.
Der Bericht des UN-Weltklimarats zum 1,5 Grad Ziel ist seit 8.10.2018 das Gesetz. Dem müssen sich alle unterordnen. Wenn hier weiter in der Langsamkeit der Kohlekommission getrödelt wird, gefährden die Gremien das gute Leben, und die jetzt heranwachsende Generation.

googlebar:
Deutschland, ein Schuldenstaat, der Freitag Ausgabe 43/2018
Die Bundesregierung hat ihr CO₂-Emissionsbudget gemäß Kyoto aufgebraucht, von jetzt an wird auf Pump gelebt. Das bedeutet finanzielle Risiken in Milliardenhöhe
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Peter Kochert aus Pfaffenhofen | 05.11.2018 | 00:21  
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