Hunger, Hunger, Hunger, …

Das Komitee entscheidet über zu unterstützenden die Haushalte (Foto: genehmigt)
 
60 Essenspakete (Foto: genehmigt)
Aktuelle Notizen aus Namibia 20. Juni 2020
Die letzten „Namibia Notizen“ vom 6. Juni waren schon überholt, als Sie diese in der Zei-tung gelesen haben. Damals waren nur wenige neue positive Fälle im Umkreis von Walvis Bay aufgetaucht, doch das Virus hat sich schnell an der Küste entlang ausgebreitet. In Namibia ist es nun Winterzeit und an der Küste ist es kühl und nass. Es scheint, dass das sehr gute Voraussetzungen für die Ausbreitung sind. Heute (Stand 20.6.) sind es schon 45 Fälle und der Wunsch der Regierung, das Virus unter Kontrolle zu haben, scheint immer schwe-rer durchführbar zu sein.
Somit wurde vor zwei Wochen wieder die gesamte Erongo-Region völlig abgeriegelt, und das betrifft nun auch wieder Omaruru und Okombahe, wo die meisten unserer Projekte liegen. Die Schulen sind wieder geschlossen, es besteht eine strenge Ausgangssperre, Kirchen sind wieder geschlossen, auch die Suppenküchen können nur unter sehr strengen Auflagen (Abstandsregeln und Mundschutz und Fiebermessung) notleidende Kinder und Erwachsene versorgen. Immer mehr negative Nachrichten erreichen mich: Firmen entlassen nun doch ihre festen Angestellten oder zumindest werden Löhne um 50% ver-ringert. Die Tagelöhner und Gelegenheitsarbeiter, aber auch die Pfarrer haben während des strengen Lockdowns wieder kein Einkommen und Hunger breitet sich stark aus. Die WhatsApps, die ich von Einheimischen in den letzten Wochen bekam, sind ein trauriges Zeugnis dafür.

Wie überall auf der Welt hat die Regierung nur die Entscheidung zwischen zwei Übeln: die einseitige Bekämpfung der Ausbreitung mit dem drohenden wirtschaftlichen Kollaps oder das Hochfahren der Wirtschaft mit dem Öffnen der Grenzen und der Inkaufnahme der Aus-breitung des Virus. Bisher entscheidet sich die namibische Regierung für die erste Alterna-tive, jedoch ohne soziales Netz und ohne milliardenschwere Unterstützung der Notleiden-den.

Viele von Ihnen haben im letzten Monat unsere Bemühungen mit zusätzlichen Spenden unterstützt. So konnten wir mit Ihren 3500€ im Juni folgende zusätzliche Hilfen auf den Weg bringen:
1) Seit diesem Monat können Albertina und Yvonne mit mehr Geld für ihre beiden Suppenküchen in Okombahe einkaufen.
2) In den letzten Tagen wurden in Okombahe 60 große Essenspakete (Grundnahrungsmit-tel mit zusätzlichem Obst und Gemüse) an bedürftige Haushalte in Okombahe verteilt. Nach einer offiziellen Zeremonie nahmen der Ortsvorsteher, der Landrat und die Kirchengemeinde die Verteilung der Essenspakete vor. (ca. 1600€)
3) Außerdem konnten vier Frauen in Okombahe angestellt werden, die 900 waschbare Mundschutzmasken selbst anfertigen, 300 für die Kirchengemeinde und 600 für die beiden Schulen in Okombahe. (1000€)
4) Die gut 500€, die Sie für die notleidenden Pfarrer in Namibia gespendet haben, wurden auf ein Konto des Landeskirchenamtes für bedürftige Pfarrer der ELCRN überwiesen werden. Dabei wurden einige Pfarrer, die mit uns zusammenarbeiten, berücksichtigt, aber die Kirchenleitung hatte auch die Möglichkeit andere Pfarrer, die keinen Kontakt zu „reichen“ Freunden haben, damit ein wenig zu unterstützen.

Mir ist bewusst, dass das alles nur die berühmten „Tropfen auf den heißen Stein“ sind, und doch, diejenigen, die etwas bekamen, haben vielleicht den Lebensmut nach vorne zu schauen und die Kraft wieder für sich selber zu sorgen, wenn die Möglichkeit besteht.
Falls auch Sie bei den Projekten des Vereins mithelfen wollen, dann können Sie gerne auf unser Vereinskonto überweisen:
Sparkasse Hohenlohekreis, IBAN: DE57 6225 1550 0220 0211 06
Schreiben Sie uns unter kontakt@namibia-verein.de und wir nehmen Sie gerne in die Liste für Interessierte mit auf. Dann bekommen Sie in unregelmäßigen Abständen neue Informa-tionen von den Projekten.
Mehr Informationen finden Sie unter der Vereinshomepage www.namibia-verein.de
Joachim Knoche, 1. Vorsitzender Tel 07949 940269
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.