Namibia hat die dritte Welle gebrochen!

Kinder warten mit Abstand in der Suppenküche von Yvonne. (Foto: erlaubt)
Notizen aus Namibia vom 1.8.2021
Die letzten Monate waren schwierig und traurig für das Land im Südwesten von Afrika. Vor zwei Monaten stiegen die Corona-Neuinfektionen stark an und gipfelten vor ca. 4 Wochen bei einer Inzidenz von 470. Aufgrund eines Lockdown-light (nächtliche Ausgangssperre, Bewegungseinschränkungen, vorgezogene und verlängerte Winterferien aller Schüler, Restriktionen des Alkoholkonsums und eine Minimierung einer Versammlung auf 10 Personen) gingen die Neuinfektionen deutlich zurück und nun liegt die Inzidenzzahl heute bei 120. Die hohen Todeszahlen im Zusammenhang mit Covid-19 brachten auch ein Umdenken in der Bevölkerung. Bis zu 100 Verstorbene pro Tag, das wären im Vergleich mit der Einwohnerzahl Deutschlands ungefähr 3200 Tote pro Tag, ließen viele Namibier die Realität erkennen, dass besonders die Älteren sehr gefährdet sind. Die Impfquote für eine erste Impfung liegt in Namibia bei gut 6%. Es fehlt viel Impfstoff, besonders solcher, der bei der Bevölkerung vertrauenswürdig ist.
Der Präsident hat nun ab heute einige Einschränkungen gelockert, alle Schüler gehen wieder in die Schule und die Schülerheime sind mit weitreichenden Vorsichts- und Hygienemaßnahmen geöffnet. Für Einreisende ins Land besteht wieder eine 72-Stunden-Frist für einen negativen PCR-Test.
Auch ab heute gilt Namibia für das RKI und das Auswärtige Amt nicht mehr als Varianten- oder Mutantengebiet, sondern nur noch als Hochrisikogebiet. Das heißt, dass Doppeltgeimpfte und Genesene sich bei einer Einreise nach Deutschland nicht mehr in Quarantäne begeben müssen. Vielleicht kommen dadurch wieder mehr Touristen ins Land, und viele Namibier können wieder auf einen Verdienst hoffen.
Der Namibia-Unterstützungsverein versucht schnell und unkompliziert vor Ort zu helfen. Gerade haben wir wieder Desinfektionsmittel, Seifen und Waschmittel an die Menschen in Okombahe und Essenspakete an die Familien der Suppenküchenkinder verteilen lassen. Frauen haben auch wieder waschbare Masken genäht und sich somit ein kleines Einkommen erarbeitet.
Vielen Dank für Ihre Sonderspenden, durch die wir in den letzten 16 Monaten großzügig helfen konnten. Wenn Sie die Projekte unseres Vereins unterstützen wollen, können Sie gerne auf unser Vereinskonto überweisen:
Sparkasse Hohenlohekreis, IBAN: DE57 6225 1550 0220 0211 06
Schreiben Sie uns unter kontakt@namibia-verein.de und wir nehmen Sie gerne in die Liste für Interessierte mit auf. Dann bekommen Sie in unregelmäßigen Abständen neue Informationen von den Projekten.
Mehr Informationen finden Sie unter der Vereinshomepage www.namibia-verein.de
Joachim Knoche, 1. Vorsitzender, Tel 07949 940269
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