Schutzdienstwochenende beim Hundesportverein Pfedelbach

  Nachdem in diesem "Coronajahr" nichts so war, wie wir es kennen, musste auch das unter Hovi-Freunden begehrte April-Schutzdienstwochenende des HSV-Pfedelbach verschoben werden, konnte aber nach immensem organisatorischem Aufwand und Umsetzung der vorgegebenen Pandemieregeln im September stattfinden.
Die bereits aus dem letzten Jahr bekannte Helferkonstellation rund um Gastgeber Gerhard Keßler, bestehend aus Carsten Fuchs, Lenne Ahrens und Stefan Wilms, wurde von gut gelaunten und motivierten 16 Teilnehmern erwartet und alle von Sabine Keßler und ihrem Unterstützungsteam mit dem bereits etablierten Willkommenstrunk begrüßt. Es waren teilweise bekannte, teilweise neue Gesichter, die schnell zu einer charmanten Truppe zusammenwuchsen und alle Tage einen Heidenspaß hatten.
Unter den zu figurierenden Hunden waren diesmal neben zwei alten Hasen, die ihren Job schon gut kennen - aber immer noch hinzulernen, ein größerer Teil "Junghovis" - alle unterschiedlich in ihrer bisherigen Ausbildung und ihrem Kampfgeist und somit für Figuranten und uns Zuschauer eine spannende Geschichte. Gewohnt professionell verstanden die jeweiligen Helfer es, einen eher vorsichtigen Hund dazu zu bringen, über sich selbst hinauszuwachsen und einen übermotivierten Hund, sich konzentriert seiner Aufgabe zu widmen. Dabei konnten sie die Hunde mit Sachverstand "lesen" und mit Gefühl ausbilden - auch für uns Beobachter eine schöne Sache. Besonders interessant und nett anzusehen war auch, wie die Jüngsten des Kurses im Schutzdienst vorangebracht wurden, mit selbst erdachten Tricks und Hilfsmitteln, die die Kleinen zu vollstem Einsatz anspornten. Ebenso ging uns das Herz auf, wenn wir unserem Veteranen Carat beim Spaß-Schutzdienst zuschauen konnten - der alte Herr mobilisierte alle Kräfte und lief immer stolz mit einem Lächeln und der ergatterten Beute vom Platz.
Auch das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, was bedeutet, dass es teilweise so heiß war, dass die Gastgeber den vierbeinigen Teilnehmern geräumige und voll beschattete Hundeboxen zur Verfügung stellten, die von einigen gern genutzt wurden und den Hunden während des Seminars eine mehr oder weniger lieb gewonnene Unterkunft geworden sind.
Einer unserer Mitstreiter musste das Seminar bedauerlicher Weise vorzeitig verlassen, da seine Hündin eine bereits zuvor latent gezeigte Verletzung am zweiten Seminartag erneut anzeigte und weder Herrchen noch Helfer ein größeres Verletzungsrisiko eingehen und die Hündin stattdessen lieber dem heimischen Tierarzt vorstellen wollten. Nach derzeitiger Information geht es der Maus aber wieder besser.
Zwei weitere Teilnehmer konnten terminbedingt mit ihrem Hund erst freitags anreisen, genossen aber die ihnen verbleibende Zeit genau, wie wir anderen.
Schlau war auch, dass die Anzahl und Dauer der zu absolvierenden Schutzdienste pro Hund nicht gleich angesetzt waren, sondern ihrer Kondition, ihrer körperlichen und mentalen Konstitution und ihrem Alter entsprechend geplant wurden. Das Augenmerk wurde auf Qualität und nicht auf Quantität gelegt - so wünscht man es sich für seinen Hund.
Was natürlich verdient in jedem Jahr erwähnt wird - die hervorragende HSV-Pfedelbach-eigene-Verpflegung - möchte ich in diesem Jahr noch einmal gesondert hervorheben. Wir freuen uns auf das Seminar nicht nur wegen der oben beschriebenen SD-Einheiten, sondern auch wegen der gastfreundlichen und wirklich leckeren Bewirtung, die das Team um und mit Sabine und Gerhard jedes Mal auf die Beine stellt. Diesmal, unter verschärften Coronabedingungen, haben sie sich noch mehr ins Zeug gelegt und es an nichts zu wünschen übrig gelassen. Wir wurden gewohnt abwechslungsreich, lecker und ÜPPIG verpflegt und auch auf besondere Wünsche wurde sympathisch eingegangen. Ein großes LOB und DANKESCHÖN an Euch, Ihr habt es wieder geschafft, ein Wohlfühlseminar als Rundumpaket auf die Beine zu stellen und der dahinter steckende Aufwand - vor allem jetzt - ist uns wohl bewusst.
Allerdings sollte Euch klar sein, dass Ihr die Latte hier recht hoch legt und wir uns schon auf das kommende Seminar freuen, mit leeren Bäuchen und motivierten Hunden.
In diesem Sinne hoffen wir, dass Corona sich jetzt mal so langsam vom Acker macht und freuen uns auf Euch alle im kommenden Jahr.
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