Besuch von Dr. Timm Kern, MdL und Valentin Abel, MdB in Pfedelbach

von links nach rechts: Michael Schenk, BM Torsten Kunkel, Andreas Solymari, Valentin Abel MdB, Sabine Bergdolt, Timm Kern MdL, Stefan Jakob, Ulrike Müller
 
von links nach rechts: Ulrike Müller, Sabine Bergdolt, Michael Schenk, Stefan Jakob, Andreas Solymari, Valentin Abel MdB, Torsten Kunkel, Timm Kern MdL
Pfedelbach: Pestalozzi-Schule |

Gerne folgten Dr. Timm Kern MdL und Valentin Abel MdB der Einladung von Michael Schenk, Vorsitzender der FDP Hohenlohe, um sich die bildungspolitischen Herausforderungen in Pfedelbach vor Ort genauer anzuschauen.

Beginnend mit einer Führung über den Campus der Pestalozzi-Schule, erklärte Schulleiterin Ulrike Müller den Aufbau der Schule, die rund 600 Schülerinnen und Schüler vom Grundschulalter bis zum Realschulabschluss besuchen. Man schätze es sehr, dass so viele Gebäude mit unterschiedlichen Funktionen so nah beieinanderliegen, so Müller, das sei eine Besonderheit des Bildungscampus. „Dass eine Gemeinde unserer Größe ein Schulschwimmbad betreibt, ist keine Selbstverständlichkeit“, ergänzte Bürgermeister Torsten Kunkel. Der bildungspolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion Timm Kern stimmte dem zu: „Leider lernen immer weniger Kinder und Jugendliche ausreichend Schwimmen, da es immer weniger Lehrschwimmbecken gebe, was mit dem teuren Bäderbetrieb zusammenhängt. Nicht jede Kommune kann sich ein Schwimmbecken in Schulnähe leisten, umso besser, dass es hier eines gibt.“
Im anschließenden Austausch berichteten zwei Kollegen der Pestalozzi-Schule von mehreren Herausforderungen, die sich durch die Pandemie noch verstärkt hätten: Lehrkräftemangel und fehlende Krankheitsvertretungsreserven. Zudem wäre es wünschenswert mit zusätzlichen Sonderpädagogen, Schulsozialarbeitern und -psychologen nicht nur die inhaltlichen Lücken, sondern auch die emotionalen, pandemiebedingten Probleme der Kinder und Jugendlichen anzugehen. Solche multifunktionellen Teams würden die Lehrkräfte entlasten und Zeit für die Beziehungspflege zu den jungen Menschen schenken, die fürs Lernen essentiell sei. Das Förderprogramm der Landesregierung „Rückenwind“ gehe hier nicht weit genug, ergänzte Schulleiterin Müller. Wichtiger wären personelle Ressourcen, die zum Wohle der Schülerinnen und Schüler sinnvoll eingesetzt werden könnten.

Auch „Sonderaufgaben“ wie die Erstellung des Medienentwicklungsplanes würden wertvolle Stunden kosten, die sich die unterstützenden Kolleginnen und Kollegen nur zu einem geringen Teil anrechnen lassen könnten. „Wir arbeiten seit 2019 an einem Medienkonzept und das alles zusätzlich zum eigentlichen Schulbetrieb“, berichtete Müller, die sich zudem dringend eine Besetzung der seit längerem vakanten Konrektorenstellen wünschte. Valentin Abel, MdB, konnte im Bereich der Digitalisierung Verbesserungen in Aussicht stellen: Sowohl das Ministerium für Digitalisierung und Verkehr als auch das Ministerium für Bildung und Forschung stehe unter liberaler Führung und man habe das Thema der digitalen Ausstattung der Schulen weit oben auf der Agenda. Das Abrufen der Fördermittel aus dem Digitalpakt 2.0 solle zukünftig unkompliziert und schneller möglich sein.
Einig waren sich alle beim Thema Anerkennung von Abschlüssen: „Der Meister und der Master sollten gleichermaßen anerkannt sein“, forderte Gemeinderat Michael Schenk. Die enge und praxisnahe Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Schulen sei ein wichtiger Schritt, um dem allgemeinen Fachkräftemangel, insbesondere im ländlichen Raum, entgegenzuwirken, ergänzte Kern. Die Abgeordneten verabschiedeten sich mit dem Versprechen, die Bildungsanliegen in und um Pfedelbach sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene im Blick zu behalten und insbesondere an die baden-württembergische Landesregierung auch weiterhin nachdrücklich zu adressieren.
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